17.11.2011 | Grüne unterstützen Forderung nach einer zentralen Trauerfeier

Die Grünen im Saarbrücker Stadtrat unterstützen die Forderung nach einer zentralen Trauerfeier für die Opfer des rechtsradikalen Terrors.

Wie der Fraktionsvorsitzende Thomas Brück mitteilte, sei es ein Gebot der Anteilnahme mit den Hinterbliebenen der Opfer öffentlich zu trauern.
Vollkommen unverständlich bliebe, wie es den rechtsradikalen Mördern gelang 13 Jahre unentdeckt zu rauben und zu morden. Das Handeln des Verfassungsschutzes sei nach all den bisher bekannt gewordenen Fakten nur als skandalös zu bezeichnen.
So sei es beispielsweise behördenintern bekannt gewesen, dass ein hoher Beamter des hessischen Verfassungsschutzes offene Sympathien für rechtsextremes Gedankengut zeigte.
Brück: “ Es sprengt den Rahmen des Erträglichen, dass dieser Mann unter dem Spitznamen „klein Adolf“ zuständig war für die Überwachung migrantischer Vereine und Parteien.“
Im Rahmen dieser neuen Erkenntnisse fordert Brück, dass der Bombenanschlag auf die Saarbrücker Ausstellung „Verbrechen der Wehrmacht“ vom März 1999 erneut untersucht wird. Bis heute ist dieser Terroranschlag unaufgeklärt. Im Lichte der jetzt bekannt gewordenen Details muss auch gefragt werden, ob seinerzeit alle Erkenntnisse und Hinweise, besonders der saarländischen Behörde, den Ermittlungsstellen zur Verfügung standen.
Auch der Mord an dem Flüchtling Samuel Yeboah aus dem Jahr 1991 wurde bis heute nicht aufgeklärt.
„Es ist das Gebot der Stunde die bundesdeutsche Demokratie zu verteidigen und entschlossen gegen die rechtsextremistischen Terroristen und ihre Hintermänner vorzugehen“, so Brück abschließend.

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