16.01.2014 | Saarbahnstrecke nach Saargemünd erst einmal gesichert

Stadtratsgrüne fordern erneut mehr Engagement des Landes für den tram-train

Die Saarbahnverbindung nach Saargemünd ist bis Ende 2016 gesichert. Diese Mitteilung der Saarbahn GmbH nimmt der Fraktionsvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen im Saarbrücker Stadtrat, Guido Vogel-Latz mit Erleichterung zur Kenntnis:

„Wir freuen uns, dass die Saarbahn zumindest noch bis Ende 2016 bis Saargemünd fahren kann und wir sprechen den Beteiligten auf französischer und deutscher Seite ein Lob dafür aus. Wäre diese Verbindung eingestellt worden, wäre es ein unglaublich großer Verlust für deutsche und französische KundInnen gewesen. Denn die Züge werden sehr gut angenommen und sind ein unverzichtbarer Bestandteil grenzüberschreitender Mobilität.
Allerdings möchten wir erneut darauf aufmerksam machen, dass den Bemühungen den grenzüberschreitenden öffentlichen Personennahverkehr zu harmonisieren und aufeinander abzustimmen, von deutscher Seite aus mehr Beachtung geschenkt werden muss. Und hier verdient die angestrebte Saarbahn-Erweiterung nach Forbach und daran anknüpfend der tram-train ein besonderes Augenmerk. Diese lothringische Bahnidee greift die Verlängerung der Saarbahnlinie bis nach Forbach auf und entwickelt sie weiter. In der ersten Phase ist die Strecke aus Richtung Saarbrücken von Forbach über Freyming-Merlebach nach Saint-Avold geplant, anschließend soll der tram-train auch in Richtung Saarlouis und Richtung Völklingen fahren.
Die bisherige Weigerung des Wirtschaftsministeriums, die Machbarkeitsstudie für den Ausbau der Saarbahn nach Forbach zu unterstützen, ist nicht nachvollziehbar. Während auf französischer Seite die Pläne des Eurodistricts SaarMoselle, die Saarbahnlinie von Saarbrücken bis nach Forbach weiter zu führen, mit Engagement verfolgt werden, hat die Landesregierung noch nicht einmal Interesse zu prüfen, ob ein solcher Ausbau realisierbar und sinnvoll ist.
Wir fordern hier erneut den Einsatz des Landes ein und hoffen hier auf die Einsicht der neuen Verkehrsministerin Rehlinger.“

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