12.05.2011 | Rauchverbot ist Jugendschutz

Grünen-Stadtratsfraktion begrüßt Nichtraucherschutzgesetz

Zur Bestätigung des Nichtraucherschutzgesetzes durch den Verfassungsgerichtshof des Saarlandes im März 2011 erklärte der Fraktionsvorsitzende der Grünen-Stadtratsfraktion, Thomas Brück:

„Wir freuen uns, dass jetzt endlich Klarheit herrscht: ab sofort ist das Rauchen in Gaststätten nicht mehr erlaubt. Die bisherigen Ausnahmen wurden aufgehoben. Die gesundheitlichen Folgen des Rauchens und des Passivrauchens sind hinreichend belegt. Laut einer Studie der Weltgesundheitsorganisation (WHO) aus dem Jahr 2009 sterben jährlich etwa 600.000 Menschen an den Folgen des Passivrauchens. Auf weitere empirische Bestätigungen dieser Art sowie steigende Todeszahlen durch Tabakkonsum können wir gerne verzichten.
Endlich ist auch das Personal in der Gastronomie vor dem Tabakqualm und seinen gesundheitlichen Beeinträchtigungen geschützt. Und ein weiterer Punkt ist sehr wichtig: Nichtraucherschutz ist gelebter Jugendschutz. Denn wie sollen Jugendliche für die Risiken des Tabakkonsums sensibilisiert werden, wenn ihre Vorbilder, die Erwachsenen in öffentlichen Gebäuden und Restaurants weiterqualmen.
Was in anderen Ländern längst Standard ist, sollte doch auch bei uns Platz greifen. Wenn im Nachbarland Frankreich in den traditionellen Bar-Tabac nicht mehr geraucht wird, muss das Rauchverbot doch auch bei uns einzuhalten sein. Nicht umsonst ist man hier in Saarbrücken stolz auf das französische Flair.
Deshalb halten wir es für unerlässlich, das Rauchverbot in der hiesigen Gastronomie zu akzeptieren.“

Verwandte Artikel