26.03.2007 | Ohne klare Folgenabschätzung keine Halle!

Grüne: Eurobahnhof ist der falsche Standort

Die Grünen im Stadtrat Saarbrücken fordern vor dem Bau einer neuen Eventhalle eine klare Folgenabschätzung. Der Fraktionsvorsitzende Thomas Brück erklärt dazu: „Die Finanzierung der Halle und die Auswirkungen auf den städtischen Haushalt sind bislang ungeklärt. Über die Architektur der Halle ist noch kein Wort verloren worden. Auch der Bedarf von 8.000 Plätzen in einer neuen Halle ist anzuzweifeln.“ Die Großregion ist nach Ansicht der Grünen bereits gut versorgt mit Hallen. „Was Saarbrücken braucht, ist kein weiteres Subventionsgrab im regionalen Konkurrenzkampf. Man schaue sich nur die Flughafendiskussion an. Wir brauchen vielmehr einen auf neuestem technischen Stand befindlichen Konzertsaal“, so Brück weiter.

Die Grünen verweisen in diesem Zusammenhang auf ihren Antrag im Kulturausschuss. Darin wird die Verwaltung beauftragt, zu berichten, wie ausgelastet die innerstädtischen Hallen sind und von wem sie genutzt werden.

Auf keinen Fall dürfe als neuer Standort für die Halle der Eurobahnhof gewählt werden. Die dort bereits angelaufene und einstimmig beschlossene hochattraktive Quartiersentwicklung müsse beibehalten werden. Brück dazu: „Eine Riesenhalle, in der ein paar Mal im Jahr eine Veranstaltung stattfindet und bei der ansonsten umbaute Luft beheizt wird, passt nicht zum Konzept des Eurobahnhofs. Wir lehnen es ab, dass im Aufbau begriffene kulturelle Orte, wie z.B. das Kulturzentrum am Bahnhof, zerstört und gleichzeitig Asphaltwüsten planiert werden“, so Brück abschließend.

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