22.11.2007 | Kraft-Wärme-Kopplung dezentral umsetzen!

Grüne besuchen Heizkraftwerk Römerbrücke

Die Grünen im Saarbrücker Stadtrat haben sich anlässlich einer Besichtigung des Heizkraftwerks Römerbrücke am vergangenen Montag erneut für eine moderne, dezentrale Energieversorgung ausgesprochen. Der Fraktionsvorsitzende Thomas Brück erklärt dazu: „Das Kraftwerk Römerbrücke setzt auf Kraft-Wärme-Kopplung. Die bei der Stromerzeugung entstehende Abwärme wird sinnvoll für die Wärmeversorgung genutzt. Das hat den Vorteil, dass Energie nicht ungenutzt verloren geht wie dies z.B. beim geplanten Großkraftwerk in Ensdorf der Fall wäre.“

Der Wirkungsgrad des Heizkraftwerks Römerbrücke, das 71 MitarbeiterInnen beschäftige und eine Leistung von 115 Megawatt habe, liege bei annähernd 80 Prozent, der Wirkungsgrad des geplanten Megakraftwerks in Ensdorf hingegen nur bei 46 Prozent.

Brück dazu: „Dies zeigt, wie effizient kleinere dezentrale Kraftwerke mit Kraft-Wärme-Kopplung arbeiten. Wir setzen uns dafür ein, dass solche Kraftwerke unterstützt werden, denn das ist nicht nur ökologisch sinnvoll, sondern nutzt auch der lokalen Wirtschaft. Mit einer stärkeren Nutzung dieser dezentralen Potenziale sind Investitionen verbunden, die Arbeit schaffen für lokale Firmen, Handwerksbetriebe und Zulieferer. Nicht zuletzt erfolgt durch die Energieeinsparung über viele Jahre hinweg eine zusätzliche Kaufkraftverstärkung der BürgerInnen.

Die Grünen fordern des Weiteren, dass im Kraftwerk Römerbrücke künftig Biogas zum Einsatz kommt. Brück dazu: „Bei unserem Rundgang wurde uns bestätigt, dass dies technisch möglich ist. Da das Kraftwerk seit seiner Gründung in den 60er Jahren beständig ausgebaut und erneuert wurde, finden wir eine solche Investition in die Nachhaltigkeit wichtig.“

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