14.08.2007 | Grünfläche erhalten – intelligent bauen

Grüne: Galerie der Gegenwart soll an anderen Standort

Die Grünen im Saarbrücker Stadtrat wollen nicht, dass die mit knapp zwölf Millionen Euro kalkulierte „Galerie der Gegenwart“ auf dem Rasen vor dem Saarlandmuseum errichtet wird. Der Fraktionsvorsitzende Thomas Brück erklärt dazu: „Wir möchten, dass alternative Standorte geprüft werden. Es ist ein Unding, dass die Ausschreibung für den Architektenwettbewerb offensichtlich so eng war, dass wahrscheinlich nur Entwürfe zum Zuge kommen werden, die den Bau auf der Grünfläche vor dem Saarlandmuseum, wo sich die Gaia-Skulptur befindet, vorsehen.“

Es sei unüblich und unprofessionell, sich bei einem Architektur-Wettbewerb von vorneherein auf einen Standort festzulegen. Kritisch sehen die Grünen auch die geplante Versiegelung der Grünfläche. „Dem werden wir auf keinen Fall zustimmen“, so Brück. Im Bauausschuss und im Stadtrat wollen die Grünen beantragen, dass andere Standorte geprüft werden.

Klare Aussagen vermissen die Grünen zur Finanzierung des Projektes. Brück dazu: „Bis jetzt ist ein privater Investor im Gespräch, aber Genaues weiß man nicht. Wir werden beantragen, dass die Finanzierung offen gelegt wird.“

Die Grünen sprechen sich für ein anspruchsvolles architektonisches Bauwerk aus. „Man könnte z.B. überlegen, ob man auf das bereits bestehende Gebäude noch drauf baut. Auch dadurch könnte ein repräsentativer Bau entstehen. Das ist nur eine von vielen Möglichkeiten“, so Brück.

Die Stadtgalerie als Ort der zeitgenössischen Kunst möchten die Grünen auf jeden Fall erhalten. Nicht in Frage komme ein Umzug in den vierten Pavillon.

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