14.03.2006 | Grüne fordern integriertes Einzelhandels- und Zentrenkonzept

Gute Planung statt Chaos auf der grünen Wiese

Die Grünen im Saarbrücker Stadtrat wollen die Verwaltung beauftragen, ein integriertes Einzelhandels- und Zentrenkonzept mit Standort- sowie Flächenausweisungen für die Nahversorgung und verwandte Dienstleistungen zu erstellen. Dies geht aus einem Antrag der Grünen für den morgigen Ausschuss für Bau, Verkehr und Freiraum hervor. Konkret gehe es den Grünen darum, die Nahversorgung v.a. für nicht motorisierte Bevölkerungsgruppen sowie die Funktionsfähigkeit der Ortskerne und Stadt(teil)zentren zu erhalten. Außerdem sollen u.a. Verkehrsbelastungen für die Wohnbevölkerung vermieden werden.

Der bau- und verkehrspolitische Sprecher Guido Vogel erklärt dazu: „Das Stadtplanungsamt bemüht sich zwar, z.B. durch Veränderungssperren bei Bebauungsplänen, das Problem der Discounter auf der grünen Wiese sowie in Misch- und Gewerbegebieten zu begrenzen, der geplante Bau eines Lebensmitteldiscounter zwischen Brebach und Fechingen auf der grünen Wiese, gegen den wir uns als einzige Fraktion ausgesprochen haben, macht jedoch deutlich, dass ein Gesamtkonzept für die Stadt notwendig ist.“

Wesentlicher Bestandteil des Zentrenkonzeptes sollen die Typisierung der Standorte und Zentren sowie die Festlegung von Tabu-Kriterien für die Ansiedlung von Vorhaben mit schädlichen Auswirkungen auf das bestehende Zentrengefüge sein. Vogel dazu: „Dies ist die Grundlage für eine erfolgreiche Standortsteuerung aus den nicht integrierten Standorten heraus, die jedoch auch Abwehrplanung notwendig macht. Es gilt, die bestehenden integrierten Standorte zu pflegen und durch gut geordnete Erweiterungsflächen zu ergänzen. Ziel muss die Stärkung der ausgewiesenen Zentren sein.“

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