13.06.2006 | Lützelbachtunnel erhalten!

Grüne, ADFC und VCD veranstalten Aktionstag

Die Grünen im Saarbrücker Stadtrat, der Allgemeine Deutsche Fahrradclub (ADFC) und der Verkehrsclub Deutschland (VCD) setzen sich gemeinsam für den Erhalt des Lützelbachtunnels ein. Am Mittwoch, 14. Juni, veranstalten sie gemeinsam einen Aktionstag, um RadfahrerInnen und FußgängerInnen zu informieren. Zwischen 6 und 18 Uhr werden die Beteiligten an der Aktion vor dem Lützelbachtunnel an der Abzweigung des RSW-Busdepots Flyer verteilen und über den neusten Stand der Dinge berichten.

Hintergrund sind die Diskussionen, die im Zuge des Projektes „Eurobahnhof“ geführt werden. In diesem Zusammenhang gibt es Überlegungen zur Schließung des einzigen Tunnels, der die Möglichkeit bietet, mit dem Fahrrad oder einem Kinderwagen das Bahnhofsgelände zu unterqueren.

Die Schließung des Lützelbachtunnels würde die ohnehin schon nicht besonders günstige Anbindung des Stadtteils Rodenhof an die Innenstadt weiter verschlechtern. Der verkehrspolitische Sprecher der Grünen, Guido Vogel, erklärt dazu: „Wir können es uns nicht leisten, einen ganzen Stadtteil von der Infrastruktur abzuhängen. Während andere Städte in solche kurzen Wege, die mit dem Rad zurückgelegt werden können, investieren, sollen in Saarbrücken bestehende Verbindungen zerschlagen werden. Das ist nicht nur verkehrspolitisch unsinnig, sondern auch extrem rückständig und wird dem modernen Großprojekt ,Eurobahnhof’ nicht gerecht.“

Der ADFC kritisiert, dass von dem Projekt „Eurobahnhof“ ausschließlich die AutofahrerInnen durch die verbesserten Verkehrsanbindungen profitierten, gleichzeitig aber Wege wegfielen, die „nur“ von FußgängerInnen und insbesondere RadfahrerInnen benutzt würden. Bernd Hewener vom ADFC erklärt dazu: „Wir dürfen nicht hinnehmen, dass die Bedingungen für die Benutzung das Fahrrads noch weiter verschlechtert werden.“

Dies sieht auch Andrea Schrickel vom VCD so: „Der Wegfall des Lützelbachtunnels würde zu gravierenden Verschlechterungen führen, die insbesondere die schwächsten VerkehrsteilnehmerInnen treffen würden, gerade auch die Kinder und Jugendlichen.“

Wir freuen uns, wenn Sie über diese Aktion berichten. Zu den Hauptverkehrszeiten, z.B. nachmittags zwischen 16.00 Uhr und 18.00 Uhr ergeben sich sicherlich auch Möglichkeiten für interessantes Film- und Fotomaterial. Wir stehen Ihnen für weitere Fragen unter oben genannter Nummer gerne zur Verfügung. Für Terminabsprachen am Aktionstag selbst wenden Sie sich bitte an unseren verkehrspolitischen Sprecher Guido Vogel: 0176/21 00 75 57.

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