07.09.2006 | Grüne wollen Müllverwiegung

Auch Saarbrücker BürgerInnen sollen von Vorteilen profitieren

Die Grünen im Saarbrücker Stadtrat fordern die Verwaltung auf, über die bisherigen konzeptionellen Überlegungen zur Müllverwiegung zu berichten. Das geht aus einem Antrag für den nächsten Werksausschuss ZKE am 14.09.2006 und den Stadtrat am 26.9.2006 hervor. Bereits im Februar sei auf Antrag der Grünen einstimmig beschlossen worden, dass sich ein Unterausschuss des Werksausschusses ZKE mit der Einführung dieser Technik in Saarbrücken befassen solle. Neueste Zahlen aus den Gemeinden Eppelborn und Lebach sowie der Stadt St. Wendel belegten erneut eindrucksvoll, dass sich die Müllverwiegung ökonomisch wie ökologisch lohne. So seien in der Gemeinde Eppelborn beispielsweise 60 Prozent weniger Müll produziert worden als in 2004.

Der umweltpolitische Sprecher Guido Vogel erklärt dazu: „Es ist an der Zeit, dass die Müllverwiegung endlich auch in Saarbrücken eingeführt wird, denn die Bürgerinnen und Bürger der Landeshauptstadt haben auch ein Recht auf gerechte Müllgebühren. In Eppelborn, Lebach und St. Wendel, den Kommunen also wo die Müllverwiegung bereits umgesetzt ist, haben interessanterweise die jeweiligen Bürgermeister ein CDU-Parteibuch. Offensichtlich wird dort mit diesem Thema pragmatischer umgegangen. Umso unverständlicher ist es, dass sich in Saarbrücken CDU und FDP in ideologischen Schützengräben verschanzen und damit letztlich dazu beitragen, dass die Müllgebühren steigen.“

Erfreut zeigen sich die Grünen darüber, dass sich nun auch die SPD für die Müllverwiegung ausspreche. Vogel dazu: „Wir freuen uns, dass die Sozialdemokraten inzwischen von den Vorteilen dieser Technik überzeugt sind. Immerhin hatten sie die Müllverwiegung in der letzten Amtszeit gemeinsam mit der CDU verhindert.“

Die teilweise noch bestehenden Vorurteile gegenüber dem System der Müllverwiegung lassen sich nach Ansicht der Grünen schnell entkräften. Durch die entsprechende technische Ausstattung wie z.B. Chipsysteme an den Mülltonnen könne man beispielsweise dafür sorgen, dass der Müll dem jeweiligen Verursacher zugerechnet werde. Für Familien mit kleinen Kindern und ältere Menschen mit Inkontinenz könne durch besondere Regelungen dafür gesorgt werden, dass sie durch die Müllverwiegung nicht benachteiligt würden.

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