03.12.2007 | Wie lange hält schwarz-gelb noch?

Grüne: VVS-Konzern braucht dringend eine Neuausrichtung

Die Grünen im Saarbrücker Stadtrat fordern eine rasche Neuausrichtung der Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft Saarbrücken (VVS). Der Fraktionsvorsitzende Thomas Brück erklärt dazu: „Wir begrüßen daher die personelle Erneuerung im Vorstand der VVS und hoffen, dass sich der Konzern nun auch inhaltlich bald neu positioniert. Ein wichtiges Thema ist dabei der Einsatz von erneuerbaren Energien.“

Nicht nachvollziehen können die Grünen das Verhalten von CDU und FDP, die sich bei der Personalentscheidung im VVS-Konzern erneut überworfen hätten. Brück dazu: „Erst bekommt die Koalition im Stadtrat keine Mehrheit hin und nun sorgt sie im VVS-Konzern für Chaos. Wir fragen uns, wie handlungsfähig diese Koalition noch ist.“

Als „Heuchelei“ bezeichnen die Grünen die Kritik der FDP an der Personalentscheidung im VVS-Konzern. Brück dazu: „Es ist unsäglich, wenn die FDP an dieser Stelle den Saubermann spielt. Die VVS stünde heute vor dem Aus, hätte man den von der FDP mitgetragenen ehemaligen Finanzvorstand Christoph Dörr weiter beschäftigt. Durch seine mangelnde Führungsqualitäten ist doch erst der wirtschaftliche Schaden entstanden, den wir heute beheben müssen.“ Die Forderung der FDP, die entsprechenden Stellen zunächst auszuschreiben und dann zu besetzen, sei zwar in wirtschaftlich geordneten Zeiten richtig, nicht aber in der Notlage, in der sich der VVS-Konzern derzeit befinde. Jetzt müsse entschlossen gehandelt werden.

„Dass die FDP immer dann aufheult, wenn ein ihr nicht genehmer Fachmann kommen soll, hat man erst jüngst beim Umfallen im Stadtverband gesehen. Kaum ist der Mann mit dem richtigen, nämlich dem FDP-Parteibuch da, sind alle Bedenken Schnee von gestern“, so Brück weiter.

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