01.06.2007 | Parteiübergreifende Lösung macht Sinn

Grüne: Kulturpolitik braucht eine kompetente Stimme

Die Grünen im Saarbrücker Stadtrat sehen im Rückzug von Hermann als Sattler als Kandidat für das Kulturdezernat die Chance, das Amt mit einer kompetenten Bewerberin oder einem kompetenten Bewerber unabhängig vom Parteibuch zu besetzen. Die Fraktionsvorsitzende Claudia Willger-Lambert erklärt dazu: „Wir begrüßen es, dass die Verwaltung auf unsere Bitte hin alle BewerberInnen, die in die engere Wahl gekommen sind, einladen wird. Sinnvoll wäre es, wenn sich nun alle Fraktionen zusammensetzen und nach einer parteiübergreifenden Lösung suchen würden.“

Dass die FDP und ihr Ex-Kandidat Hermann Sattler sowohl den Grünen als auch der SPD und der Oberbürgermeisterin Schuldzuweisungen machen, sei „mehr als peinlich“. Willger-Lambert dazu: „Ganz offensichtlich ist es der FDP doch noch nicht mal gelungen, ihren eignen Koalitionspartner CDU von ihrer Personalentscheidung zu überzeugen. Hätten sich alle Stadtverordneten von CDU und FDP für Sattler entschieden, hätte seiner Wahl nichts entgegengestanden, denn die Koalition hat nach wie vor die Mehrheit von einer Stimme.“

Es könne des Weiteren nicht die Rede davon sein, dass Grüne und SPD die kulturelle Entwicklung Saarbrückens blockierten. Willger-Lambert dazu: „Diese Unterstellung ist eine Frechheit. Die FDP selbst hat es zu verantworten, dass die Stadt seit langer Zeit kulturpolitisch führungslos ist. Erst hat sie den glücklosen Walter Schwarz-Paqué ins Rennen geschickt und nach dessen Rücktritt ist es ihr trotz verzweifelter Suche nicht gelungen, einen geeigneten Nachfolger oder eine geeignete Nachfolgerin zu finden.“

Statt von den eigenen Fehlern abzulenken sei es nun endlich an der Zeit, dass sich die FDP sachlich mit der Besetzung der Kulturdezernentenstelle auseinandersetze statt ausschließlich Parteipolitik zu betreiben.

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