01.02.2006 | Grüne wollen Arbeitsgruppe Müllverwiegung

Saarbrücken soll von Lebach und St. Wendel lernen

Die Grünen im Saarbrücker Stadtrat wollen die Verwaltung beauftragen, eine Arbeitsgruppe Müllverwiegung einzusetzen. Diese soll dafür sorgen, dass das System der Müllverwiegung an die städtischen Strukturen angepasst und zeitnah eingeführt wird. Dies geht aus einem Antrag der Grünen für den Werksausschuss ZKE, der sich am 2. Februar mit dieser Thematik beschäftigt, hervor. Die Arbeitsgruppe solle aus ExpertInnen aus dem Bereich der Müllentsorgung und -verwertung sowie FraktionsvertreterInnen zusammengesetzt werden. Der umweltpolitische Sprecher, Guido Vogel, erklärt hierzu: „Das Beispiel Lebach hat deutlich gezeigt, dass durch die Müllverwiegung die Gebühren sinken. Im Dezember hat der Lebacher Abfall-Zweckverband angekündigt, die Gebühren zu senken während in Saarbrücken noch nicht klar ist, ob die Gebühren stabil bleiben und langfristig Erhöhungen zu befürchten sind.“ Nun sei es an der Zeit, dass Prinzip der Müllverwiegung an die speziellen Saarbrücker Bedingungen anzupassen und die Umsetzungsbedingungen zu definieren, damit sobald wie möglich auch die SaarbrückerInnen von der Müllverwiegung profitieren könnten. In diesem Zusammenhang freuen sich die Grünen, dass die SPD endlich ihren „Schlingerkurs“ beendet habe und sich nun deutlich zur Müllverwiegung bekenne. Vogel dazu: „Nun geht es darum, CDU und FDP von den Vorteilen der Müllverwiegung zu überzeugen. Immerhin haben einige CDU-Politiker in anderen Städten diese bereits erkannt.“

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