Kinderspielplätze für alle Personengruppen zugänglich gestalten!


Bereits in ihrem Haushaltsantrag für das Jahr 2022 hatte die Saarbrücker Stadtratskoalition aus CDU, B90/Die Grünen und FDP im Rahmen der Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention auf die Bedeutung barrierefreier Kinderspielplätze aufmerksam gemacht und eine sukzessive Ausstattung mit zusätzlichen Spielgeräten für Kinder mit Behinderung und die barrierefreie Zuwegung gefordert. Mit Hinblick auf den von der Landeshauptstadt verabschiedeten Aktionsplan haben die Koalitionspartner im Sozialausschuss nun um einen Sachstandsbericht zur barrierefreien Umgestaltung der Kinderspielplätze gebeten.


“Zur Gestaltung barrierefreier Spielplätze hat die Landeshauptstadt Saarbrücken bereits im Jahr 2016 das Bestreben zum Ausdruck gebracht, Spielplätze gut erreichbar zu machen und eine Geländeneigung womöglich zu vermeiden. Darüber hinaus sollten flankierende Maßnahmen zur barrierefreien Gestaltung auf Quartiersspielplätzen und Sonderspielplätzen durchgeführt werden.


Dabei wurde unterschieden zwischen Kinderspielplätzen, die nur bedingt barrierefrei ausgebaut sind, weil sie aufgrund ihrer Topographie für Rollstuhlfahrer:innen nicht ohne fremde Hilfe erreichbar sind, barrierefreien Kinderspielplätzen, die barrierefrei erreicht werden können, integrativen Spielplätzen, die Rollstuhlfahrer:innen den direkten Zugang zu Spielgeräten ermöglichen, und integrativen Sonderspielplätzen, die mit Spezialgeräten wie einem Rollstuhl-Karussel oder einer Rollstuhl-Schaukel ausgestattet sind, die von Rollstuhlfahrer:innen genutzt werden können”, so die Grüne Stadtverordnete Patricia Schumann, Mitglied des Sozialausschusses.


“Ziel der UN-Behindertenrechtskonvention ist die gleichberechtigte Teilhabe behinderter Mitbürger:innen am gesellschaftlichen Leben. Da hierzu auch die Nutzung der städtischen Spielplätze zählt, bitten wir die Verwaltung nun darzustellen, welche Kinderspielplätze in der Landeshauptstadt bereits barrierefrei umgestaltet worden sind, welche Kinderspielplätze barrierefrei erreichbar sind und welche Kinderspielplätze noch nachgerüstet werden müssen. Insbesondere bei der jetzt anstehenden Generalsanierung diverser Kinderspielplätze sollte eine barrierefreie Nachrüstung bei den Planungen zu berücksichtigt werden“, erklärt Schumann weiter.


“Bei Kinderspielplätzen handelt es sich um spezielle Spielbereiche, in denen das Verletzungsrisiko reduziert ist und auf denen Kinder besonders geschützt sind. Als Begegnungsstätte bieten barrierefreie Spielplätze die Chance, die Fähigkeiten behinderter Kinder zu fördern, und erleichtern das gemeinsame Spielen von Kindern mit und ohne Behinderung. Um allen Kindern der Landeshauptstadt Saarbrücken Spielangebote machen zu können, sind die vorhandenen Spielplätze sukzessive an die spezifischen Bedürfnisse behinderter Kinder sowie behinderter Elternteile anzupassen“, ergänzt die FDP-Stadtverordnete Heike Müller.

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