23.07.2019 | Grubengas-Verwertung fortführen, Pumpspeicherkraftwerk realisieren!

Meyer-Gluche: Land muss sich in Berlin für eine Förderung einsetzen

Saarbrücken, 23.07.2019. Die Generalsekretärin der Saar-Grünen und Fraktionsvorsitzende der Grünen im Stadtrat Saarbrücken, Barbara Meyer-Gluche, spricht sich für die Fortführung der Förderung der Grubengasverwertung im Saarland aus. Durch die Verwertung des Gases könnten im erheblichen Ausmaß umweltschädliche Emissionen vermieden werden. Sie erwartet von Ministerpräsident Tobias Hans, diese Thematik gegenüber der Bundesregierung zur Chefsache zu machen. Die Landesregierung müsse endlich die Chancen des Nachbergbaus für die Energiewende erkennen und sich bei der Bundesregierung auch für die Förderung eines Pumpspeicherkraftwerks im Nordschacht einsetzen. Hierzu erklärt Meyer-Gluche:

„Klar ist: Die Absaugung des Grubengases muss in jedem Fall weitergehen. Eine unkontrollierte Ausgasung ist ein sicherheitspolitisches Risiko. Es wäre auch aus energiewirtschaftlichen Gründen und insbesondere aus Gründen des Klimaschutzes völlig abwegig, auf die Verwertung des Grubengases zu verzichten. Denn durch die Verwertung können in den entsprechenden Kraftwerken von anderen Energieträgern unabhängig und umweltschonend Energie und Wärme erzeugt werden. Dieser Vorteil fiele durch die Einstellung der Absaugung nicht nur weg, neben der Gefahr von Explosionen würden bei einem Wegfall der Absaugung auch erhebliche Umweltemissionen entstehen, da das Grubengas eine 21-fach höhere Klimaschädlichkeit als Kohlendioxid aufweist. Betroffen vom Wegfall der Förderung wäre auch die Landeshauptstadt, deren Stadtwerke auf dem Gelände des Busdepots ein Methangas-Blockheizkraftwerk betreiben. 

Aus diesen Gründen reicht es nicht aus, dass hier lediglich in einer Stellungnahme abgegeben wird. Wir erwarten, dass Ministerpräsident Hans diese Thematik zur Chefsache macht und gegenüber seinem saarländischen Parteikollegen, Wirtschaftsminister Altmaier, auf eine Anschlussförderung pocht. 

Gleiches gilt für die Förderung eines Pumpspeicherkraftwerks am Nordschacht in Ensdorf. Dieses wäre nach einer Machbarkeitsstudie technisch machbar, mangels Förderung aber nicht wirtschaftlich. Ein Pumpspeicherkraftwerk wäre eine wichtige Säule der Energiewende und ein Aushängeschild für das Saarland der Zukunft, das den Schritt vom Kohleland ins Zeitalter der Erneuerbaren Energien gehen will. Diese Chancen werden von der Landesregierung nicht erkannt und verspielt.

Die prominente Besetzung von Bundesministerien durch Saar-Ministerinnen und -Minister muss sich endlich darin niederschlagen, dass die Interessen des Saarlandes von der Bundesregierung ernst genommen werden.” 

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