04.07.2019 | Mehr Parkmöglichkeiten für Mitbürger*innen mit Behinderung

Saarbrücken, 04.07.2019. Die Grünen im Stadtrat sprechen sich für eine Ausweitung der Zahl an Behindertenparkplätzen in Saarbrücken aus, vor allem in der Innenstadt. Hintergrund ist auch der Entschluss des Sozial- und des Verkehrsministeriums, den Nutzer*innen-Kreis für Behindertenparkplätze auszuweiten.

“Wir begrüßen die Entscheidung der Landesregierung, künftig auch Mitbürger*innen mit dem Merkzeichen “G” im Behindertenausweis auf Antrag die Nutzung von Behindertenparkplätzen zu ermöglichen. Allerdings nützt diese Regelung wenig, wenn es grundsätzlich an ausreichend Parkmöglichkeiten für Bürger*innen mit Behinderung mangelt. So gibt es in der Landeshauptstadt etwa 550 dieser sogenannten Parkerleichterungen, was gerade einmal drei Prozent aller Parkplätze im öffentlichen Raum entspricht.  

Wir sind der Auffassung, dass insbesondere im Zentrum zu wenige solcher Flächen ausgewiesen sind. Wir können mobilitätseingeschränkten Menschen nicht zumuten, weite Wege in die Innenstadt zurücklegen zu müssen, nur weil sie hier keinen geeigneten Parkplatz finden. Daher erwarten wir von der Verwaltung, den Anteil an Behindertenparkplätzen insbesondere im Innenstadtbereich zu erhöhen, damit zumindest eine Fünf-Prozent-Quote am Gesamtparkraum erreicht wird. Gleichzeitig müssen auch die Kontrollen seitens des Ordnungsamtes ausgeweitet werden, um effektiv zu verhindern, dass die Parkflächen von unberechtigt parkenden Fahrzeugen genutzt werden”, erklärt der sozialpolitische Sprecher der Grünen, Thomas Brass. 

Weiterhin müsse es Bürger*innen ermöglicht werden, sich schnell und barrierefrei über die Standorte der Behindertenparkplätze zu informieren. Brass abschließend: “Dazu soll die Stadt im Internet eine interaktive Karte einrichten, die auch über Länge und Breite der Stellflächen informiert. Von einem solchen digitalen Verzeichnis würden insbesondere ortsunkundige Bürger*innen profitieren, die zum Beispiel am Wochenende nach Saarbrücken zum Einkaufen kommen. Andernfalls fahren viele ohne echte Orientierung durch das Stadtgebiet, was Verkehrsstaus fördert und unnötige, zusätzliche Schadstoffemissionen sowie Lärm bedeutet.”