29.03.2019 | Mahnmal zur Homosexuellenverfolgung: Stadt unterstützt Grünen-Initiative

Saarbrücken, 29.03.2019. Auf Antrag der Grünen-Fraktion hat die Stadtverwaltung Möglichkeiten zur Einrichtung eines Mahnmals in Saarbrücken geprüft, um an die Opfer der Homosexuellenverfolgung zu erinnern. Die Grünen begrüßen, dass die Verwaltung sich positiv geäußert hat und den Bau des Mahnmals für angemessen und notwendig erachtet. Die Grünen werden nun im weiteren Verfahrensgang dafür Sorge tragen, dass das Vorhaben zügig umgesetzt wird.

“Schwule Mitbürger wurden über 123 Jahre hinweg aufgrund des Paragraphen 175 des Strafgesetzbuches wegen ihrer sexuellen Orientierung verfolgt. Diese Thematik ist bis heute wissenschaftlich nicht ausreichend aufgearbeitet, insbesondere, was unsere Landeshauptstadt angeht. Wir sind der Auffassung, dass Saarbrücken ein Zeichen gegen Intoleranz und Ausgrenzung setzen und dazu ein Mahnmal zur Erinnerung an die Homosexuellenverfolgung einrichten sollte. Wir begrüßen, dass unsere Initiative von der Stadtverwaltung sehr positiv aufgenommen wurde und es nun Planungen geben soll, eine solche Gedenkstätte in der oberen Mainzer Straße zu verwirklichen. Laut Aussagen der Verwaltung sei ein solches Mahnmal angemessen und notwendig,” erklärt der kulturpolitische Sprecher der Grünen im Stadtrat, Thomas Brass.

Die Grünen sprechen sich dafür aus, dass bei einem künstlerischen Wettbewerb über die Gestaltung des Mahnmals entschieden wird. Brass abschließend: “Im Rahmen eines solchen Wettbewerbs halten wir es auch für wichtig, die breite Öffentlichkeit beim Entscheidungsfindungsprozess mit einzubinden. Wir werden in den Gremien des Stadtrates dafür Sorge tragen, dass die konkrete Umsetzung des Projekts zeitnah von der Verwaltung in die Wege geleitet wird.”

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