20.03.2019 | Urwald vor der Uni

Wenn wir unsere Welt für zukünftige Generationen lebenswert erhalten wollen, müssen wir den Klimawandel mit allen Mitteln bekämpfen. Zu dieser Einsicht gelangen glücklicherweise immer mehr, und vor allem junge Menschen. Das wird an den “Fridays for future”-Demos deutlich. Am letzten Freitag hat die zweite Demo dieser Art in Saarbrücken stattgefunden, mit einer beeindruckenden Teilnehmerzahl. Diese Demos müssen der längst überfällige Weckruf für alle politisch Handelnden sein, gegen den Klimawandel vorzugehen. Wie kann das gelingen? Für uns ist es ein wichtiger Bestandteil, unsere Grünflächen und Wälder zu schützen und Erschließungen von Flächen “auf der grünen Wiese” zu verhindern. Kürzlich hat unsere OB-Kandidatin Barbara Meyer-Gluche den Vorschlag eines zweiten Urwaldes für Saarbrücken, und zwar vor den Toren der Uni, ins Spiel gebracht. Diesen unterstützen wir ausdrücklich. Dieser Wald hat einen hohen Anteil an schützenswertem Laubbaumbestand. Wir wollen verhindern, dass der Saarforst ihn weiter bewirtschaften darf und sicherstellen, dass für Folgeansiedlungen des neuen Helmholtz-Zentrums keine Waldflächen erschlossen werden. Stattdessen sollte der Fokus auf innerstädtischen Ansiedlungsflächen liegen, etwa am Brebacher Ohr.  Der Urwald würde auch einen wichtigen Beitrag für den Natur- und Artenschutz leisten und die Lebensqualität für die Saarbrücker*innen verbessern. (Wochenspiegel-Kolumne „Die Stadtratsfraktionen informieren“ | KW 12 |Torsten Reif)

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