13.12.2018 | Kita-Caterer: Fristlose Kündigung ist richtiger Schritt

Saarbrücken, 13.12.2018. Nach erneuten Fremdkörper-Funden im Mittagessen städtischer Kitas wurde die Verwaltung übereinstimmend von den Stadtratsfraktionen beauftragt, dem betroffenen Caterer fristlos alle Lieferaufträge aufzukündigen. Die Grünen im Stadtrat sehen darin aufgrund der Vielzahl der Vorfälle mit Fremdkörpern bei den Essenslieferungen des Betriebs die einzig richtige Konsequenz.

“Wir sind bestürzt darüber, dass es nun erneut zu Fremdkörper-Vorfällen im Kita-Essen gekommen ist, und das bei gleich zwei Einrichtungen. Somit konnte der Caterer sein Versprechen, für die nötigen Qualitätsverbesserungen zu sorgen, nicht halten. Die Konsequenzen weiterer Fehlleistungen waren klar formuliert. Leider haben sich unsere Befürchtungen nun bestätigt. Daher haben wir die Verwaltung – in Übereinstimmung mit den anderen Fraktionen des Stadtrates auf Anraten des Dezernenten – beauftragt, dem Caterer umgehend die Kündigung für sämtliche Lieferaufträge auszusprechen. Durch diese erneuten Vorfälle hat der Betrieb unserer Auffassung nach jegliches Vertrauen – auch auf Seiten der Eltern – verspielt”, erklärt der Fraktionsvorsitzende der Grünen im Stadtrat, Torsten Reif.

“Die Eltern geben ihr Kind in die Obhut einer unserer Kindertageseinrichtungen. Dabei vertrauen sie darauf, dass es den Kleinsten in den Kitas auch gut ergeht. Diesem Vertrauen müssen wir auch insofern gerecht werden, als dass wir den Kindern ein einwandfreies Mittagessen in hoher Qualität servieren. Die Verwaltung muss nun für die elf betroffenen Kitas eine langfristige Ersatzlieferung sicherstellen, wobei das Qualitätskriterium bei der Wahl des Ersatzlieferanten eine entscheidende Rolle spielen muss”, so Reif weiter.

Aus Sicht der Grünen müsse außerdem bei allen künftigen Auftragsvergaben generell wesentlich mehr Augenmerk auf die Qualität sowie die Verwendung regionaler und Bio-Produkte gelegt werden. “Außerdem sollen die Lose kleiner gewählt werden, um das Auftragsvolumen für die Caterer zu reduzieren, was letztlich wiederum die Qualität fördern würde. Damit würde auch vermieden, kurzfristig eine umfangreiche Ersatzlieferung organisieren zu müssen, sollte es einmal Probleme mit einem Betrieb geben”, so Reif abschließend.

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