27.11.2018 | Rußhütte: Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung unzureichend

Saarbrücken, 27.11.2018. Die Grünen im Stadtrat halten die Maßnahmen der Verwaltung zur Verkehrsberuhigung im Ortsteil Rußhütte für unzureichend. Nach wie vor käme es dort zu Stoßzeiten zu erheblichen Ausweichverkehren.

“Seit langem besteht das Problem, dass Einpendler*innen den Ortsteil Rußhütte entweder von der L127 (Neuhauser Straße) beziehungsweise der Lebacher Straße kommend als Ausweichstrecke im Berufsverkehr nutzen. Das führt im Bereich der Straße ‘Am Torhaus/Fischbachstraße’ in Richtung Ludwigskreisel allmorgendlich zu erheblichen Verkehrsbehinderungen durch einen großen Ampelrückstau. Daher hat die Koalition im Rahmen der letztjährigen Haushaltsberatungen die Verwaltung aufgefordert, Maßnahmen zu ergreifen, um den Durchgangsverkehr dort zu begrenzen. Doch diese sind bislang vollkommen unzureichend”, erklärt der verkehrspolitische Sprecher der Grünen im Stadtrat, Torsten Reif.

Laut Verwaltung liege die ermittelte Verkehrsmenge im Bereich kurz vor dem Ludwigskreisel bei 5.200 Kfz pro Tag. “Allerdings verkennt die Verwaltung mit diesen Zahlen die tatsächliche Verteilung der Fahrzeuge über den Tag. Zu Stoßzeiten ist die Belastung erheblich höher als etwa am Mittag oder späteren Abend. Auch das dort bestehende Lkw-Durchfahrtverbot wird erfahrungsgemäß nicht von jedem eingehalten. Damit besteht zu bestimmten Tageszeiten eine erhebliche Lärm- und Schadstoffbelastung für die Anwohner*innen. Hinzu kommt die Gefährdung von Radfahrer*innen und Fußgänger*innen insbesondere entlang dieser engen Straße”, so Reif weiter.

Die Grünen sehen in dieser Situation einen weiteren Beleg dafür, dass dringend eine großräumige Lkw-Durchfahrtverbotszone eingerichtet werden und es deutlich mehr Alternativen für Einpendler*innen geben muss, andere Verkehrsmittel zu nutzen. “Unser Ziel einer nachhaltigen Verkehrspolitik ist es, das Aufkommen an motorisiertem Individualverkehr zu reduzieren, indem wir die Bürger*innen mit einer gut ausgebauten, umweltfreundlichen Verkehrsinfrastruktur – was den ÖPNV, was Rad- und Fußwege anbelangt – zum Verzicht auf den Pkw bewegen können. Damit verbessern wir letztlich die Lebensqualität aller Bürger*innen der Landeshauptstadt”, so Reif abschließend.

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