21.11.2018 | In Zukunft investieren

30 Millionen Euro will die Landesregierung ab 2020 jährlich aufbringen, um die Kredite der Kommunen abzutragen, 20 Millionen Euro soll es an Mitteln für Investitionen geben. Das klingt im ersten Moment nicht schlecht. Bedenkt man jedoch, dass die Gelder auf 52 Städte und Gemeinden verteilt werden, bleibt nicht mehr wirklich viel zum Investieren übrig. Für Saarbrücken würden die Finanzhilfen aus diesem sogenannten Saarlandpakt lediglich einen Tropfen auf den heißen Stein bedeuten. Die Landesregierung muss vielmehr den Sonderstatus der Landeshauptstadt als Oberzentrum anerkennen und ihr einen entsprechend größeren Teil der Investitionsmittel zukommen lassen. Denn die Landeshauptstadt leistet viele Aufgaben, die Auswirkungen auf das ganze Saarland haben. Zahlreiche Arbeitsplätze hängen davon ab, dass Saarbrücken als Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort funktioniert. Und das kann nur gewährleistet werden, wenn wir auch in Zukunft ausreichend Gelder zum Erhalt und Ausbau unserer Infrastruktur zur Verfügung haben. Letztlich ist dies auch eine Frage der Generationengerechtigkeit. Wenn wir unsere Schulen und Straßen, Sporthallen und Schwimmbäder aufgrund fehlender Gelder verkommen lassen, müssen unsere Kinder die Zeche dafür zahlen. Das ist ungerecht. Deswegen müssen wir heute dafür sorgen, dass Saarbrücken den nötigen Finanzrahmen für solche Investitionen erhält. (Wochenspiegel-Kolumne „Die Stadtratsfraktionen informieren“ | KW 47 | José Ignacio Rodriguez Maicas) 

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