15.10.2018 | Barrierefreier Alltag für blinde Bürger*innen: Fahrstühle mit Sprachausgabe, Stimmzettelschablonen bei Wahlen

Saarbrücken, 15.10.2018. Anlässlich des ‘Tags des weißen Stocks’ sprechen sich die Grünen im Stadtrat für den weiteren, konsequenten Abbau von Alltags-Barrieren für blinde und sehbehinderte Bürger*innen in der Landeshauptstadt aus.

“Alljährlich machen Blindenverbände am ‘Tag des weißen Stocks’ auf das Schutzzeichen für blinde und sehbehinderte Mitbürger*innen, den ‘weißen Langstock’, und damit auf die Bedürfnisse dieser Menschen aufmerksam. Uns ist es ein wichtiges Anliegen, dass diese Bürger*innen wie auch alle anderen Mitbürger*innen mit einer Behinderung gleichberechtigt am Alltag teilhaben können und Barrieren abgebaut werden. Zum Beispiel stellen Fahrstühle mit taktilem Tastenfeld und Sprachausgabe eine große Erleichterung für blinde Bürger*innen dar”, erklärt der sozialpolitische Sprecher der Grünen im Stadtrat, Thomas Brass.

Der Stadtverordnete Thomas Brass hat bereits seit Jahren eine Sprachausgabe für die Aufzüge im Rathaus St. Johann gefordert, die zum Bürgeramt beziehungsweise zum Gustav-Regler-Platz führen. “Es freut uns, dass diese Funktion nun seit letzter Woche implementiert ist. Wir würden uns wünschen, dass die Verwaltung zügig weitere Aufzüge in städtischen Gebäuden mit taktilem Tastenfeld sowie Sprachausgabe ausstattet”, so Brass weiter. Die Grünen sprechen sich außerdem dafür aus, zu prüfen, ob und in welcher Form ein Leitsystem für Blinde im Rathaus St. Johann installiert werden kann.  

Eine weitere, einfache Möglichkeit zum Abbau von Barrieren für blinde und sehbehinderte Bürger*innen sehen die Grünen in der Einführung sogenannter Stimmzettelschablonen bei Wahlen. “Bislang sind sehbehinderte und blinde Bürger*innen auf die Mithilfe einer Vertrauensperson angewiesen, um den Stimmzettel auszufüllen. Damit können sie nicht von ihrem Recht der geheimen Wahl Gebrauch machen. Das würde jedoch mit einer Stimmzettelschablone, die Braille-Schrift enthält, ermöglicht werden. Daher möchten wir, dass die Stadtverwaltung in Zusammenarbeit mit dem “Blinden- und Sehbehindertenverein für das Saarland e.V.” solche Schablonen vorbereitet und bei kommenden Wahlen zur Verfügung stellt”, so Brass abschließend.

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