09.10.2018 | Fremdkörper im Kita-Essen: Grüne beantragen Sondersitzung des Schulausschusses

Saarbrücken, 09.10.2018. Nachdem laut Medienberichten kürzlich erneut Fremdkörper im Essen mehrerer Kitas gefunden wurden, erwarten die Grünen im Stadtrat umfängliche Aufklärung über die Vorfälle und das weitere Vorgehen. Sie haben dazu für den 11. Oktober eine Sondersitzung des Schulausschusses beantragt und geben die Beschlussempfehlung ab, den Vertrag mit dem betroffenen Caterer zu kündigen.

“Die Probleme mit dem betroffenen Caterer scheinen nicht abzureißen. Nun wurde laut Medienberichten in der Kita Eschberg ein Stück Gummi im Mittagessen gefunden. Zwar ist es in erster Reaktion der richtige Schritt der Stadt gewesen , dem Caterer aufgrund des Vorfalls die weitere Essenslieferung zu untersagen. Doch muss jetzt endlich auch die einzig vertretbare Konsequenz gezogen werden, nämlich dem Caterer umgehend zu kündigen. Die bisher  erfolgten Maßnahmen haben offenbar zu keinerlei Verbesserungen geführt. Wir haben daher für den 11. Oktober eine Sondersitzung des Schulausschusses beantragt, in der über das weitere Vorgehen berichtet werden soll.  Wir werden außerdem die Beschlussempfehlung abgeben, den Vertrag mit dem Caterer schnellstmöglich zu kündigen”, erklärt der Fraktionsvorsitzende der Grünen im Stadtrat, Torsten Reif. “Die Eltern übergeben ihre Kinder in die Obhut von städtischen Einrichtungen und bringen der Stadt damit großes Vertrauen entgegen. Diesem Vertrauen muss die Stadt auch gerecht werden, indem sie für eine gesunde Verpflegung sorgt – selbstverständlich in einwandfreier Qualität. Im Klartext muss den Kindern ein gesundes Mittagessen in guter Qualität mit frischen, regionalen Produkten serviert werden. Durch die Vielzahl an Vorfällen in den letzten Wochen ist unserer Ansicht nach die Zeit vorbei, in der man noch auf den Dialog mit dem Caterer setzen kann. Die bisherigen Gespräche, die ohne Zweifel intensiv geführt wurden, haben nicht verhindern können, dass es erneut zu Vorfällen kam. Deshalb muss endlich gehandelt werden.  Für die künftige Auswahl erwarten wir daher, dass der Qualitätsaspekt bei der Auswahl der Caterer deutlich mehr gewichtet wird”, so Reif abschließend.

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