16.04.2018 | Radverkehrsinfrastruktur konsequent ausbauen – Mehr Abstellmöglichkeiten, Leihsysteme!

Saarbrücken, 16.04.2018. Die Grünen im Stadtrat begrüßen den fortschreitenden Ausbau des Radwegenetzes in Saarbrücken, weisen allerdings darauf hin, dass die Infrastruktur noch deutlich aufgewertet werden muss, was unter anderem Abstellmöglichkeiten und eine Fahrradausleihe angeht.

„In Saarbrücken werden täglich rund 45.000 Fahrten mit dem Pkw unternommen, die zwei Kilometer oder kürzer sind. Diese Zahlen verdeutlichen, wie wichtig ein Ausbau der Radinfrastruktur ist, um für die Bürger*innen Anreize für den Umstieg aufs Fahrrad zu schaffen und den umweltfreundlichen Verkehr zu stärken. Wir als Stadt Saarbrücken sind hierzu auf einem guten Weg, ganz im Gegensatz zum Land, das den Ausbau verschläft und Fördermittel ungenutzt liegen lässt. Ein wichtiger Schritt zur Aufwertung des Radverkehrs in der Landeshauptstadt ist die Umsetzung der Radschnellroute, deren ersten Schritt wir mit dem Umbau der Wilhelm-Heinrich-Brücke vollziehen. Das Ziel muss letztlich sein, von der HTW in Alt-Saarbrücken bis zur Uni eine durchgängige Strecke für Radfahrer*innen zu schaffen, zumal es besonders im Meerwiesertalweg immer wieder zu Konflikten zwischen dem Rad- und Pkw-Verkehr kommt. Wir erwarten und sind zuversichtlich, dass die Verwaltung hierfür zeitnah eine umfassende Planung vorlegt“, erklärt der verkehrspolitische Sprecher der Grünen im Stadtrat, Torsten Reif.

Am Beispiel der Wilhelm-Heinrich-Brücke zeige sich außerdem, dass die Wegnahme von Fahrspuren für Pkw nicht zu einem Verkehrskollaps führt und Einpendler*innen weiterhin schnell in die Innenstadt gelangen. „Während der jetzigen Bauphase sind von den ursprünglich acht Fahrspuren nur vier übrig und dennoch fließt der Verkehr. Sogar der Einzelhandel hat das Baustellenmanagement bei der Wilhelm-Heinrich-Brücke ausdrücklich gelobt. Trotz aller Unkenrufe der CDU stellen sich also keine Verkehrsbehinderungen ein. Zudem ist noch Luft nach oben, was den Verkehrsfluss anbelangt, zumal nach Abschluss der Bauarbeiten wieder zwei Spuren mehr, also insgesamt sechs für Pkw zur Verfügung stehen werden. Radfahrer*innen werden dann auf zwei eigenen Spuren sicher im Verkehr mitschwimmen können. Die Panikmache der CDU-Fraktion war also von Vornherein unbegründet”, stellt Reif fest.

„Neben dem Ausbau des Radwegenetzes müssen wir jedoch gleichzeitig für ausreichend bewirtschaftete Abstellmöglichkeiten für die Räder sorgen, insbesondere in unmittelbarer Nähe zu Hauptknotenpunkten des ÖPNV. Darüber hinaus sprechen wir Grüne uns für die Einführung eines Fahrradleihsystems aus, auch für Lastenräder. Von Letzterem können nämlich sowohl Privatpersonen als auch Gewerbetreibende profitieren, wodurch sich Pkw-Fahrten und der Anlieferverkehr für kleine Warenlieferungen weiter reduzieren lassen würde“, so Reif abschließend.

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