09.11.2016 | Grubenwasser gefährdet unser Trinkwasser!

Jahrzehntelang hat der Bergbau unsere Region geprägt. Wir Steuerzahler haben diesen Bergbau mit Subventionen zu großen Teilen finanziert. Seit 2012 ist das Kapitel des Kohleabbaus im Saarland beendet. Doch sein Erbe wirft immer noch lange Schatten über das Land. Es geht um die Grubenwasserhaltung. In den Stollen sammelt sich Sickerwasser, sogenanntes Grubenwasser. Es gibt eine Vereinbarung zwischen der RAG und dem Land aus dem Jahr 2007, dass dieses Wasser ewig abgepumpt werden soll, um eine Verunreinigung des Trinkwassers zu vermeiden. Jetzt nach Beendigung des Bergbaus will die RAG diesen Vertrag aus Kostengründen aufkündigen und die Gruben voll Wasser laufen lassen. Das ist in meinen Augen sehr bedenklich und kann katastrophale Folgen auch in Saarbrücken haben. Unsere Landtagsfraktion wird im Rahmen einer Infoveranstaltung am 16.11. um 18 Uhr im Ratskeller Saarbrücken über die Risiken, die damit verbunden sind, informieren, wozu ich Sie herzlich einlade. Unter Tage befinden sich giftige Stoffe, die wie PCB für den Betrieb verwendet wurden oder wie Asbest dort entsorgt bzw. eingelagert wurden. Keiner kann mit Sicherheit sagen, wie viel Giftstoffe dort lagern. Diese Stoffe werden mit dem Grubenwasser nach oben kommen und können unser Trinkwasser verseuchen. Spontane Ausgasungen, Erdbeben, Hebungen oder Senkungen können weitere Folgen sein. Noch kann das gestoppt werden! (Wochenspiegel-Kolumne „Die Stadtratsfraktionen informieren“ | KW 45 | Torsten Reif)

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