13.07.2016 | Stadtrat beschließt Gigabit-Strategie für die Landeshauptstadt

Auf Antrag der Fraktion von Bündnis 90/ Die Grünen gab der Stadtrat der Landeshauptstadt gestern den Startschuss für die Erarbeitung einer Gigabitstrategie. Damit soll Saarbrücken fit für die digitale Zukunft gemacht werden.

Ein schnelles, neutrales und offenes Netz ist aus Sicht der Grünen eine der Grundvoraussetzungen für die zukunftsfähige und nachhaltige Entwicklung. Nach Ansicht der Bündnisgrünen brauchen die Menschen in Saarbrücken mittel- und langfristig Gigabitgeschwindigkeiten, die zuverlässig vor allem durch Kabel und Glasfaser ermöglicht werden.
„Die persönlichen Ansprüche steigen stetig. So ist es mittlerweile fast selbstverständlich, dass Vater, Mutter und Kinder einen eigenen PC/Laptop, ein Smartphone und oder eine Spielkonsole mit Internetzugang nutzen. Wollen gleichzeitig alle surfen, downloaden und ggf. noch Fernsehen via Internet nutzen, setzt das belastbare Breitbandzugänge mit zwei- oder besser dreistelligen Gigabit-Leistungen voraus. Der Bedarf wird zukünftig deutlich steigen. Nach unseren Schätzungen brauchen bis zum Jahr 2025 30 Prozent der Haushalte Geschwindigkeiten von 1 GBit/s und mehr“, erklärt José Ignacio Rodriguez Maicas, Sprecher für Technologie und Infrastruktur.
„Auch Unternehmen sind mehr und mehr auf schnelle, stabile und zuverlässige Datenverbindungen angewiesen. Es entstehen immer neue Anwendungsformen und Geschäftsmodelle, die mit langsameren Datenraten nicht mehr möglich sind. Unternehmen benötigen Internetanbindungen, die neben hohen Download- auch hohe Uploadraten bieten und Daten in Bruchteilen von Sekunden und ohne Verzögerung übertragen können“, so Rodriguez weiter. Die Grünen setzen auf eine schnelle Erarbeitung der beschlossenen Gigabit-Strategie für die Landeshauptstadt: „Die Landeshauptstadt kann mit der schnellen Umsetzung zusätzliche Impulse schaffen, um den Glasfaserausbau weiter voranzutreiben und so für möglichst viele private, eigenwirtschaftliche und wettbewerbsoffene Investitionen zu sorgen“, sagt Rodriguez Maicas abschließend.

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