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09.02.2016 | Beteiligung verpflichtet!

kol bet klWir Saarbrücker Bürger*innen wissen, wie es sich unter dem Eindruck der stetigen Gefahr durch einen Pannenreaktor in Grenznähe lebt. Uns ist nur zu bewusst, dass ein ernstzunehmender Unfall in dem in die Jahre gekommenen Kernkraftwerk Cattenom auch massive Konsequenzen für die Landeshauptstadt haben wird. Entsprechend leicht fällt uns die Identifikation mit den aktuellen Sorgen und Ängsten der Aachener*innen, die zurzeit versuchen, mit einer Klage die Abschaltung des maroden Reaktors Tihange bei Lüttich zu erreichen. Der Grund für die Besorgnis sind tausende Haarrisse unbekannten Ursprungs im Druckbehälter des Kraftwerks. Sollte der Druckbehälter versagen, kommt es – 60 km von Aachen entfernt – zu einer nuklearen Katastrophe. Grund genug für die Unterstützung durch uns Saarbrücker*innen. Im konkreten Fall können wir unsere Solidarität nicht nur durch eine symbolische Demonstration signalisieren, sondern ganz konkret Druck auf den Kraftwerksbetreiber ausüben. Electrabel ist nämlich 100%ige Tochter von ENGIE, des Mehrheitsgesellschafters der Energie SaarLorLux, an der unsere Stadtwerke mit 49% beteiligt sind. Ich rufe hiermit die Konzernführung sowie die kommunalen Vertreter*innen in den Aufsichtsräten auf, dem Kooperationspartner deutlich zu machen, dass sein Gebaren in Belgien von uns nicht unbemerkt bleibt und dazu geeignet ist, für ernste Verstimmungen zu sorgen. (Wochenspiegel-Kolumne „Die Stadtratsfraktionen informieren“ | 6. KW | Timo Lehberger)

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