12.02.2008 | Knut

„Den Klimawandel aufhalten ist das Gebot der Stunde“ sagte der Vorsitzende der Gewerkschaft IG BAU. Und tritt dem Klimabündnis bei. Die Gewerkschaft wolle einen gewichtigen Anteil an der Reduktion der Treibhausgase leisten und in der Bauwirtschaft, der Agrarwirtschaft und anderen grünen Branchen für ein Umdenken eintreten. Den Stromanbieter habe man im Gewerkschaftsbüro schon gewechselt. Das klingt zunächst alles etwas ungewohnt. Gewerkschaft auf „grünen Abwegen“? Weit gefehlt. Man hat erkannt, dass im Baugewerbe enorme Ressourcen und Potenziale stecken. Seit dem Erneuerbaren Energiegesetz der rot-grünen Regierung boomt der Markt. Hoffentlich bald auch im Saarland. Leider erkennt die hiesige Bauwirtschaft im Zweiklang mit der Landesregierung immer noch nicht die enormen Entwicklungsmöglichkeiten. Zum Beispiel im Bereich der Wärmedämmung an Wohnhäusern, wo es ein riesiges Verbesserungspotenzial mit ökonomischem und ökologischen Nutzen gibt.Ideologisch wird aber hierzulande dicht gemacht. Grüne Vorschläge zur Verbesserung werden als Teufelswerk abgetan. Dabei haben wir im Land den höchsten Anteil von Eigenheimen, die effizient ausgestattet, der heimischen Handwerkerschaft auf Jahrzehnte Arbeitsplätze sichern und den Hausbesitzern Kosten ersparen würden. Wer sagt den Verbandsvertretern in der IHK mal klipp und klar, dass sie weg müssen von dem antiquierten Denken, wenn sie das Saarland zukunftsfähig machen wollen. Wer? Wenn nicht wir! Wir haben eine hervorragende Hochschullandschaft, die ausgezeichnete Voraussetzungen bringt für einen technologischen Wandel. Nur niemand sieht es. Wir im Saarland könnten das Energieland fortentwickeln, mit erneuerbaren Energien nicht mit fossiler Verbrennung. Investitionen in den Klimaschutz: das ist der Schlüsselparameter der Volkswirtschaft der Zukunft. Das müssen wir in Saarbrücken denen im Land klar sagen. Zum Wohle des Landes und der Stadt.

Thomas Brück

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