25.02.2011 | Neuer Haltepunkt der Deutschen Bahn in Burbach – Schilda lässt grüßen!

Grünen-Stadtratsfraktion kritisiert die Ausgestaltung

Im Rahmen der Aufwertung des Stadtteilzentrums in Burbach plant die Deutsche Bahn einen neuen Haltepunkt am Burbacher Markt. Dazu erklärt der Bau- und Verkehrspolitische Sprecher der Grünen-Stadtratsfraktion Guido Vogel-Latz:

„Wir begrüßen es sehr, dass die Burbacher BürgerInnen im Rahmen des öffentlichen Nahverkehrs einen neuen Haltepunkt der DB am Burbacher Markt bekommen sollen.
Getreu dem Slogan „Mit Bus und Bahn umweltgerecht ans Ziel“ könnte dieser neue Haltepunkt die Mobilität der Burbacher ausweiten und für ihren Alltag eine Erleichterung bedeuten. Wenn er denn für die FußgängerInnen, insbesondere für die Menschen mit Behinderungen, komfortabel zu erreichen wäre.
Das sehen die Planungen z.Z. leider nicht vor. Es gibt keine direkte fußläufige Verbindung der Bahnsteige zum Burbacher Markt, stattdessen ist ein Umweg von 300 m erforderlich, behinderte Menschen müssen ca. 700 m zurücklegen. Es gibt auch keine direkte Verknüpfung beider Bahnsteige in Richtung Hubert-Müller-Straße. Auch hier müssen umständliche Umwege in Kauf genommen werden. Ebenso zwischen den beiden Bahnsteigen gibt es keine direkte Verbindung. Um in den gegenüberliegenden Teil von Burbach zu kommen, sind weite Umwege über die Eisenbahnbrücke, Jakobstraße und Weyersbergstraße nicht zu vermeiden. Da wird es nur eine Frage der Zeit sein, bis die NutzerInnen auf die Abkürzung über die Gleise verbotenerweise ausweichen. Unfälle sind hier vorprogrammiert.
Diese Pläne erinnern an die wenig durchdachten und aberwitzigen Regelungen der Bürger aus Schilda, nämlich die Schildbürgerstreiche.
Wenn sich hier keine vernünftigen und benutzerfreundliche Lösungen abzeichnen, wie z.B. eine Unterführung der Gleise und die Anbindung an den Markt Burbach, wäre es aus unserer Sicht fast besser, auf diesen Haltepunkt zu verzichten, denn einen unattraktiven Nahverkehrshaltepunkt braucht niemand“.

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