13.08.2009 | Grüne fordern die Verkehrswende in Saarbrücken – ohne Wenn und Aber

Die Grünen im Saarbrücker Stadtrat gratulieren der Stadt zur ihrem Preis im Modellwettbewerb „Innovative öffentliche Fahrradverleihsysteme“. Dazu der Fraktionsvorsitzende Thomas Brück: „ Ein gutes Leihradsystem alleine ist aber bei weitem nicht ausreichend, um – wie von der Stadt angestrebt – den Anteil der RadfahrerInnen auf über 10 Prozent zu steigern. Unabdingbar ist ein konsequenter Radwegeausbau, der auch die einzelnen Stadtteile an die Innenstadt anbindet. Wer heute z.B. mit dem Rad nach Dudweiler fahren will, der läuft Gefahr, in einen Verkehrsunfall verwickelt zu werden.“ Seit 2004 habe die ehemalige schwarz-gelbe Mehrheit nichts mehr in den Fahrradhaushalt der Stadt investiert. Entsprechend groß sei hier der Nachholbedarf. „Um tatsächlich dem Radverkehr in den kommenden Jahren eine Priorität einzuräumen, muss auch Geld in die Hand genommen werden. Mindestens 10 Prozent der Verkehrsausgaben im Saarbrücker Haushalt müssen in Zukunft in den Radverkehr fließen. Alle Stadtteile Saarbrückens sind mit durchgehenden sicheren und qualitativ guten Radwegen an die Innenstadt und an das überörtliche Radwegenetz anzubinden“, fordert Brück weiter. Auch und gerade mit dem viel diskutierten Projekt „Stadtmitte am Fluss“ wollen die Grünen eine grundsätzliche Verkehrswende einleiten. Durch eine Verkehrsverlagerung auf Rad und ÖPNV könnte auf teure Teilmaßnahmen verzichtet werden.  

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