12.05.2014 | Stadtratsgrüne wollen Platz 1 für Saarbrücken als Fairtrade-Stadt

Hintergrund: Fair Trade ist eine wichtige Strategie zur Armutsbekämpfung. Durch direkte Handelsbeziehungen erhalten Menschen in den ärmsten Ländern dieser Erde einen Marktzugang für ihre Produkte und können damit ihre eigenen Lebensbedingungen und die ihrer Familien nachhaltig verbessern. Global-Fair wirkt gegen Verschuldung und Verelendung und bietet Alternativen zu Drogenanbau, Prostitution und ausbeuterischer Kinderarbeit.

Fairtrade ist heute aus Saarbrücken nicht mehr wegzudenken. Saarbrücken wurde 2009 erste Fairtrade-Stadt in Deutschland und hat in der Folge 2011 und 2013 den 2. Platz im bundesweiten Ranking erobert. In Saarbrücken beteiligen sich zwischenzeitlich an die 300 Unternehmen, Betriebe und Einzelhändler sowie Gaststätten und Cafés. Von Verbrauchern und Nutzern geschätzt führt Fair Trade schon längst kein Nischendasein mehr.
Diese Erfolgsgeschichte muss weitergeschrieben werden, erklärt die Umweltpolitische Sprecherin von Bündnis 90/Die Grünen im Saarbrücker Stadtrat, Claudia Willger:

„Die guten Platzierungen von Saarbrücken im bundesweiten Wettbewerb „Hauptstadt des Fairen Handels“ waren nur möglich, weil man sich nie auf Erreichtem ausgeruht hat sondern kontinuierlich neue Ziele angestrebt hat. Heute ist das Gütesiegel „Fair Trade“ eine der besten Imagekampagnen für die Stadt und ein Markenzeichen. Dies verdanken wir insbesondere einer sehr engagierten Initiative aus der Bürgerschaft, die sich bereits seit vielen Jahren gegen Ausbeutung von Menschen und insbesondere von Kindern engagiert hat, aber auch einer Stadtverwaltung, die diese Initiative unterstützt hat.
Menschenrechte sind universal und unteilbar. Niemand hat das Recht sie zu missachten oder auch nur zu relativieren. Mit Entscheidungen über Beschaffungskriterien in unserer Stadt setzen wir ein wirtschaftspolitisch wichtiges und gewichtiges Signal. Noch mehr als jede(r) VerbraucherIn nehmen wir damit unsere Verantwortung wahr und bemühen uns negative Folgen von Globalisierung auszugleichen.
Dies wollen wir unbedingt ausbauen. Unser Ziel für Saarbrücken ist es Platz 1 im bundesweiten Wettbewerb zu erreichen und den Gedanken des fairen Handels auf die gesamte Region auszuweiten.“

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