11.05.2010 | Verliert Saarbrücken 10 Landschaftsschutzgebiete?

Grüne fordern Stadt und Land zu einem klärenden Gespräch auf.
2009 sah das Landschaftsschutzprogramm eine Aufhebung von mehreren Landschaftsschutzgebieten im Raum Saarbrücken vor. Betroffen sind 10 Gebiete in St Johann, Schafbrücke, Brebach-Fechingen, Güdingen, Malstatt, St. Arnual, Alt-Saarbrücken, Gersweiler und Klarenthal. Das damalige CDU geführte Umweltministerium hatte als oberste Naturschutzbehörde die Einwände der Landeshauptstadt nicht berücksichtigt.
„Für uns ist nicht nachvollziehbar, warum der ehemalige Umweltminister diese Landschaftsschutzgebiete umwidmen wollte. Die Aufhebung widerspricht den Zielsetzungen des Landschaftsschutzprogramms, denn in Verdichtungsräumen stellen Landschaftsschutzgebiete einen zusätzlichen Schutz gegen Siedlungserweiterungen dar und werden gleichzeitig als Naherholungsgebiete gesichert“, kritisiert der umweltpolitische Sprecher der Grünen im Stadtrat Jürgen Meyer. Die Grünen fragen sich, was die tatsächlichen Gründe für die Umwidmung sind und finden keine plausible Antwort.
„Saarbrücken verliert immer mehr an Flächen, die auch als „grüne Lunge“ für die Stadtbewohner dienen und helfen die Luftverschmutzung durch Verkehrsabgase und Wärme- und Industrieabgase zu reduzieren.“, so Meyer weiter. Auf völliges Unverständnis stoße die Tatsache, dass auch Talbereiche wie z.B. Deutschmühlen,- Folsterer- oder Aschbachtal ihre Schutzwürdigkeit verlieren sollen.
„Das werden wir so nicht hinnehmen. In einem Gespräch zwischen Stadt und Land muss geklärt werden, welches die Gründe für die Umwidmung sind, damit entsprechend korrigiert werden kann“, sagte Jürgen Meyer abschließend.

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