06.11.2007 | Beschilderung der KZ-Gedenkstelle „Neue Bremm“ schnell umsetzen!

Grüne: Landeshauptstadt muss Beitrag zu Erinnerungsarbeit leisten

Die Grünen im Saarbrücker Stadtrat fordern anlässlich des Jahrestages der Pogromnacht vom 9. November 1938 eine zeitnahe Umsetzung der Beschilderung „Neue Bremm“. Der baupolitische Sprecher Guido Vogel erklärt dazu: „Die Bildungsarbeit braucht Orte der Erinnerung und des Gedenkens. Werden diese aber schlecht oder gar nicht gefunden, so werden sie erstens nicht wahrgenommen und zweitens schleichend entwertet.“

Im Ausschuss für Bau, Verkehr und Freiraum habe die Verwaltung im Frühjahr darauf hingewiesen, dass diese Maßnahme wichtig sei, dass aber andere Beschilderungen noch dringender seien. „Eine solche Aussage kann auch so interpretiert werden, dass der Stellenwert der Gedenkstätte nicht gewürdigt wird. Wir haben schon damals darauf hingewiesen, dass die Umsetzung der Beschilderung für uns hohe Priorität besitzt“, so Vogel.

Um ihren Verpflichtungen in der Gedenk- und Erinnerungsarbeit nachzukommen, müsse die Landeshauptstadt die Beschilderung nun zeitnah umsetzen. Vogel dazu: „Für uns ist es nicht nachvollziehbar, dass wir von der Verwaltung die Auskunft bekommen, dass in diesem Jahr keine Restmittel für diese wichtige Maßnahme zur Verfügung stehen, aber für das Electricity-Festival auf Antrag der CDU-FDP-Koalition vom Finanzdezernenten vor kurzem 10.000 Euro locker gemacht wurden. Für die Beschilderung der Gedenkstätte sollten sich alle Fraktionen gemeinsam stark machen.“

Die Grünen haben angekündigt, sich weiter mit diesem Thema zu beschäftigen und bei den nächsten Haushaltsberatungen einen entsprechenden Antrag einzubringen.

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