05.01.2007 | Öffentlichkeitsarbeit magelhaft

Grüne kritisieren Kommunikationsstrategie der Saarbahn/Stadtbahn

Empört zeigen sich die Grünen von den Äußerungen der Saarbahn/Stadtbahn zu den vorgelegten Änderungen im Rahmen der Liniennetzoptimierung.

„Natürlich hat der Konzern ein mehrseitiges Papier mit Änderungsvorschlägen erarbeitet und dies allen Fraktionen vorgelegt“, so der verkehrspolitische Sprecher Guido Vogel. „Hier scheine man im Bereich der Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit immer noch nichts gelernt zu haben. Anstatt die eigene Arbeit offensiv in der Öffentlichkeit darzustellen, versuche man sich weiter in Taktiererei und Verschleierung. Dies sei nach den Erfahrungen der letzten Monate nur noch als politische Dummheit zu bewerten“, so Vogel.

Die Äußerungen sind auch deswegen unverständlich, da die meisten Änderungen auf der Grundlage von Bürgerwünschen basieren. Hier sei beispielsweise die geplante (Wieder-) Einführung einer Linie über die Scheidter Straße auf den Eschberg zu nennen bzw. das Durchfahren der Halbergstraße.

„Anstatt jetzt mit verdeckten Karten zu spielen, sei es wichtig, eine gute Form zu finden, wie man die Verbesserungen mit der Bevölkerung diskutieren wolle. Dass man die Bezirksräte einbinden wolle, sei lobenswert aber noch nicht ausreichend. Ein Gesamtkonzept sei erforderlich“, so Vogel.

In Richtung der SPD appellieren die Grünen jetzt nach den deutlichen Äußerungen ihres Fraktionsvorsitzenden, in der Öffentlichkeit und auch im Aufsichtsrat konsequent der eigenen Linie treu zu bleiben.

Bündnis 90/Die Grünen wollen bezüglich Bürgerbeteiligung und Information mit gutem Beispiel vorangehen und am Mittwoch, 31.01.2007 um 19:00 Uhr im Filmhaus die geplanten Änderungen mit den BürgerInnen diskutieren.

Der unabhängige Verkehrsplaner Markus Philipp hat im Auftrag der Stadtratsgrünen die Vorschläge der Nahverkehrsbetriebe kritisch analysiert.

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