05.01.2006 | Zookonzept ist wichtiger als Standortfrage

Grüne wollen Diskussion über artgerechten Tiergarten und Zusammenarbeit mit Neunkirchen

Die Grünen im Saarbrücker Stadtrat begrüßen es, dass in die Diskussion um den Saarbrücker Zoo neue Bewegung gekommen ist. Der Vorschlag des Kulturdezernenten Walter Schwarz-Paqué, den Zoo in den Deutsch-Französischen Garten (DFG) zu verlegen, sei interessant und diskussionswürdig. Um darüber ernsthaft beraten zu können, fehle es aber an fundierten Informationen und einem neuen Zookonzept. Der Fraktionsvorsitzende Thomas Brück erklärt hierzu: „Es ist zwar schön, wenn der Kulturdezernent und der kaufmännische Leiter des Zoos sich zwischen Weihnachten und Neujahr im stillen Kämmerlein Gedanken über die Zukunft des Zoos machen. Es wäre aber sicher sinnvoller gewesen, erst ein vernünftiges Zookonzept, das auch kurzfristig Lösungen für die finanziellen Probleme des Zoos aufzeigt, zu erarbeiten, statt gleich einen neuen Standort ins Spiel zu bringen.“ Sobald das Konzept vorliege seien die Grünen bereit zu diskutieren und würden sich einem neuen Standort nicht verschließen.
Falls dies der DFG werde und der Eschberg damit frei würde für ein Wohngebiet fordern die Grünen, dass dort auf keinen Fall ein „Exklusivquartier“ entstehen dürfe. Brück hierzu: „Auch hier fehlen uns die Details, wie ein solches Wohnquartier aussehen soll. Wir sind gerne bereit über innovative Ideen zu reden, dann muss uns Herr Schwarz-Paqué aber schon ein paar mehr Informationen über seine Vorstellungen liefern.“
Generell halten die Grünen an ihrer Idee einer gemeinsamen Betriebsführung der beiden saarländischen Zoos mit dem langfristigen Ziel, eine Zoo-Trägergesellschaft zu gründen, fest. Sie hatten Oberbürgermeisterin Charlotte Britz im Dezember schriftlich aufgefordert, diesbezüglich mit dem Oberbürgermeister der Stadt Neunkirchen, Friedrich Decker, und dem Neunkircher Zoodirektor Dr. Norbert Fritsch zu verhandeln und werden in den nächsten für den Zoo zuständigen Werksausschuss einen entsprechenden Antrag einbringen.
Begrüßenswert sei die Diskussion um einen Tiergarten. Brück hierzu: „Uns liegt eine artgerechte Tierhaltung besonders am Herzen. Daher freuen wir uns, dass in Richtung eines Tiergartens gedacht wird. Hier werden wir sicherlich unsere Ideen und Forderungen engagiert einbringen.“

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