02.02.2005 | Sinnvolle Zwischennutzung statt Leerstand: Grüne wollen Kultur im Stadtbad

Die Grünen im Saarbrücker Stadtrat machen sich für Kultur im Stadtbad stark. Sie fordern die Verwaltung auf, mit der Künstlergruppe „Stattbad“, die schon seit längerem ein Konzept für die kulturelle Nutzung des Stattbads vorgestellt hat, einen Zwischennutzungsvertrag bis 2007 zu schließen, heißt es im Antrag für den nächsten Bauausschuss. Diese Zwischennutzung komme sowohl der Stadt als auch der Initiativgruppe „Stattbad“ zu Gute. Der baupolitische Sprecher, Guido Vogel, erklärt hierzu: „Zwischennutzungen sind deutschlandweit ein gängiges Konzept, um Leerstände zu beheben und gleichzeitig Initiativgruppen Räume zur Verfügung zu stellen. Die Zwischennutzung gibt der Stadt sowie der Initiativgruppe ‚Stattbad’ mehr Planungssicherheit und gewährt für mehrere Jahre ein attraktives Kulturforum.“ Für die Stadt sei dies u.a. im Rahmen des grenzüberschreitenden Projekts „Europäische Kulturhauptstadt 2007“ eine innovative Bereicherung und die Initiativgruppe hätte in diesem Rahmen die Möglichkeit, Zuschüsse zu beantragen. Ende 2007 solle die Zwischennutzung definitiv enden. Beide Seiten sollten dann aufgrund der gewonnenen Erfahrungen über das weitere Vorgehen beraten. „Die Zwischennutzung gibt der Stadt genügend Zeit, ein sinnvolles Gesamtkonzept zu entwickeln, das beispielsweise auch den Aspekt des Wohnens berücksichtigen könnte. Gleichzeitig zeigt die Stadtverwaltung, dass sie bereit ist, auf bürgerliche Initiativen einzugehen“, so Vogel.
Die Grünen sind gespannt auf die Reaktion des neuen Kulturdezernenten. Vogel hierzu: „Dieser Vorschlag müsste ganz im Sinne von Herrn Schwarz-Paqué sein, der Saarbrücken zur Kulturmetropole entwickeln will und sich für mehr Spielstätten für die freie Szene engagieren möchte. Mit der Stadtbad-Zwischennutzung hat er einen konkreten Ansatzpunkt.“

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