24.01.2018 | Hundeauslaufzonen: Pilotprojekt ist die richtige Entscheidung

Saarbrücken, 24.01.2018. Die Stadtratsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen freut sich über den Start des Pilotprojektes an der Vogelinsel als Standort für eine Hundeauslauffläche in Innenstadtnähe. Auf solchen, nach außen meist durch einen Zaun abgesicherten Flächen können Hunde unangeleint herumtoben, ohne dass Fußgänger oder Fahrradfahrer beeinträchtigt werden.

“Wer häufig am Staden oder in anderen Grünflächen der Stadt unterwegs ist, kennt die Situation. Den Konflikt zwischen Radfahrern, Fußgängern und Hundebesitzern. Alle nutzen den gleichen Raum. Selbst Hunde, die ihrem Frauchen oder Herrchen wirklich aufs Wort gehorchen, können für andere ein Problem darstellen, unabhängig davon,ob sie vorschriftsmäßig an der Leine geführt werden oder nicht. Auf der anderen Seite ist es für unsere vierbeinigen Freunde aber wichtig, dass sie mal von der Leine gelassen werden, damit sie nach Herzenslust herumtoben und mit anderen Hunden spielen können. Nach momentanem Stand ist das in der Saarbrücker Innenstadt leider nicht möglich bzw. erlaubt. Umso mehr freuen wir uns darüber, dass die Verwaltung nun die sogenannte Vogelinsel als Hundeauslaufzone für ein Jahr freigibt.”, erklärt Fraktionsvorsitzender Torsten Reif.

Die Grünen im Stadtrat hatten in der Vergangenheit auf die Notwendigkeit solcher Auslaufflächen in der Saarbrücker Innenstadt hingewiesen und insbesondere die Vogelinsel aufgrund ihrer geographischen Gegebenheiten ins Gespräch gebracht. In der Regel sollten Auslaufzonen eingezäunt werden, damit die Hunde dort auch spielen können, ohne dass die Begleiter sie ständig im Auge behalten müssen. Dies wäre auf der Vogelinsel nicht nötig. Deshalb eignet sich die Halbinsel in besonderem Maße für eine Evaluierung, ob das Angebot einer innerstädtischen Auslaufzone auch von den Hundehaltern angenommen wird. Sollte sich herausstellen, dass die Nachfrage entsprechend groß ist, gibt es künftig starke Argumente, weitere Auslaufzonen in der Innenstadt auszuweisen, auch wenn diese dann mit einem Invest für den Zaun verbunden wären.

„Der aktuell gültige Leinenzwang ist durch die obe beschriebenen Konflikte begründet. Wir verstehen die Sorgen und Unsicherheiten, die manche Fußgänger und Radfahrer in den Saarbrücker Grünanlagen haben, wenn sie nicht angeleinten Hunden begegnen. Ein umfassender Leinenzwang auf öffentlichen Flächen ist aus unserer Sicht aber nur dann nachvollziehbar, wenn es im Innenstadtbereich fußläufig erreichbare Grünflächen gibt, auf denen Hunde ohne Leinenzwang mit ihren Artgenossen spielen und sich ausreichend bewegen können. Auf diese Weise können Konflikte vermieden und dem Bedürfnis der Tiere, sich artgerecht und ausreichend bewegen zu können, Rechnung getragen werden. “, sagt Torsten Reif abschließend.

 

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