Die Landeshauptstadt Saarbrücken stellt aktuell lediglich fünf öffentliche Trinkwasserbrunnen bereit. Die Grüne Stadtratsfraktion sieht hier deutlichen Nachbesserungsbedarf und hält die Hinweise aus der Wärmestube und von Bürger:innen, dass bestehende Brunnen teilweise nicht gut auffindbar sind und es insbesondere in der Innenstadt an weiteren Möglichkeiten fehlt, kostenlos Trinkwasser zu erhalten, für nachvollziehbar. Die Grünen haben dazu eine entsprechende Anfrage an die Verwaltung gestellt und setzen sich für den weiteren Ausbau von Trinkbrunnen in allen Stadtteilen ein.
„Kostenloses Trinkwasser im öffentlichen Raum darf keine Zusatzleistung sein, sondern muss Teil der Daseinsvorsorge sein“, erklären der Fraktionsvorsitzende José Ignacio Rodriguez Maicas und Stadtverordnete Roland Fecht. „Gerade weil unsere Sommer heißer und trockener werden, müssen wir dafür sorgen, dass Menschen sich auch unterwegs unkompliziert mit Trinkwasser versorgen können. Wir treiben im Stadtrat den Ausbau des Trinkbrunnennetzes in Saarbrücken voran. Unser Ziel ist es, in jedem Stadtteil mindestens drei Trinkbrunnen einzurichten.“
Dabei wollen die Grünen nicht ausschließlich auf fest installierte Brunnen setzen. „Wichtig ist, dass die Menschen Zugang zu Trinkwasser haben, auch wenn sie unterwegs sind. Wir wollen deshalb auch mobile, temporäre und andere innovative Lösungen einsetzen“, so Rodriguez Maicas und Fecht. Dabei könne es sich bsp. um (mobile) Springbrunnen, Sprühnebelduschen oder Wasserfontänenflächen handeln.
Gerade die Rückmeldungen aus der Wärmestube zeigen, wie wichtig ein solches Angebot ist. Frei zugängliches Trinkwasser sei insbesondere für ältere Menschen, Kinder und Menschen, die sich lange im Freien aufhalten, wichtig. „Wir haben Verständnis für die Kritik, dass vorhandene Trinkbrunnen teilweise schwer zu finden sind und es an zentralen Stellen weitere Angebote braucht“, erklären Rodriguez Maicas und Fecht. „Wenn Menschen bei großer Hitze durch die Stadt unterwegs sind, darf die Suche nach Trinkwasser nicht zur Herausforderung werden. Hier muss die Stadt nachbessern!”
Die Grünen sehen zahlreiche geeignete Standorte für Trinkbrunnen, etwa in Stadtteilzentren, auf öffentlichen Plätzen, an Spiel- und Sportanlagen, in Parks und Grünanlagen sowie an ÖPNV-Knotenpunkten und anderen stark frequentierten und hitzegefährdeten Orten.
„Wir wollen, dass aus der Debatte jetzt konkrete Verbesserungen entstehen. Daher fragen wir bei der Verwaltung auch konkret nach bezüglich der Kosten für Errichtung und Betrieb, mögliche Fördermittel von Land und Bund sowie einen Zeitplan für den Ausbau. Auch bereits vorhandene Infrastrukturen und städtische Planungen sollen berücksichtigt werden“, so Rodriguez Maicas und Fecht. „Wir Grüne möchten den flächendeckenden Ausbau von Trinkbrunnen für die Landeshauptstadt. Eigentlich so viele, dass eine Beschilderung nicht notwendig ist, weil sie einfach überall sichtbar sind. Hitzeschutz muss vor Ort ankommen, und kostenloses Trinkwasser gehört für uns selbstverständlich dazu”, so Rodriguez Maicas und Fecht abschließend.
