Die Stadtratsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen Saarbrücken begrüßt die heute vom Saarbrücker Stadtrat beschlossene Kommunale Wärmeplanung als wichtigen Schritt hin zu einer klimaneutralen und zukunftsfähigen Wärmeversorgung in der Landeshauptstadt.
„Mit der Wärmeplanung liegt erstmals ein systematischer Fahrplan vor, der aufzeigt, wie wir unsere Wärmeversorgung Schritt für Schritt aus der Abhängigkeit von Gas und Öl lösen können – hin zu erneuerbaren Energien, Wärmenetzen und effizienteren Gebäuden. Das Ziel ist klar: klimaneutrale Wärmeversorgung für Saarbrücken bis zum Jahr 2045. Dafür haben wir heute die Grundlage geschaffen”, erklären die Fraktionsvorsitzenden, Karin Burkart und José Ignacio Rodriguez Maicas:
„Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: Rund 1.836 Gigawattstunden Wärmeverbrauch pro Jahr, fast die Hälfte davon aus Erdgas, dazu über 457.000 Tonnen CO₂ jährlich. Wenn wir Klimaschutz ernst meinen, müssen wir genau hier ansetzen – im Wärmesektor.“
Die Fraktion betont, dass die Planung nicht nur Klimaziele unterstützt, sondern auch konkrete Orientierung für Bürger:innen schafft: „Viele Menschen stehen gerade vor der Frage, wie sie ihre Heizung in den kommenden Jahren erneuern sollen. Die Wärmeplanung gibt erstmals Orientierung, wo Wärmenetze entstehen können und wo sich Wärmepumpen oder Sanierungen besonders lohnen”, ergänzen Burkart und Rodriguez Maicas.
Gleichzeitig verweisen Burkart und Rodriguez Maicas auf das große Potenzial im Gebäudebestand: „Rund 84 Prozent der Gebäude in Saarbrücken sind vor 1978 gebaut. Hier liegt ein enormes Potenzial für Energieeinsparung. Die Wärmeplanung zeigt, dass wir den Wärmebedarf durch Sanierungen um mehr als 50 Prozent senken können. Das ist ein zentraler Hebel der Wärmewende.“
Die Grünen betonen, dass die konkrete Umsetzung der Wärmeplanung zügig gelingen müsse. „Die Wärmeplanung ist erst der Startschuss. Jetzt kommt es darauf an, dass die Maßnahmen auch wirklich umgesetzt werden – vom Ausbau der Wärmenetze über Quartierslösungen bis hin zur konsequenten Nutzung erneuerbarer Wärmequellen. Wir erwarten, dass die Verwaltung die priorisierten Maßnahmen zügig angeht und Fördermittel von Bund und Land konsequent nutzt. Die Wärmewende darf nicht an Zuständigkeiten oder Tempo scheitern”, so Burkart und Rodriguez Maicas abschließend.
