Die Grünen im Saarbrücker Stadtrat fordern die Verwaltung auf, die Voraussetzungen für den Einsatz autonom fahrender Shuttlebusse in Saarbrücken konsequent voranzubringen. Ziel ist es, dass insbesondere die Außenbezirke künftig durch selbstfahrende Kleinbusse besser an Bahnhöfe, Saarbahn und den übrigen öffentlichen Nahverkehr angebunden werden. Konkret erwarten die Grünen, dass die Verwaltung gemeinsam mit der Saarbahn GmbH zeitnah Strecken identifiziert und festlegt, auf denen autonome Shuttles eingesetzt werden können. Diese sollen ab Herbst 2027 in den Regelbetrieb gehen. Eine entsprechende Streckenliste soll bereits im Laufe des Jahres 2026 vorgelegt werden.
„Autonomes Fahren ist keine Zukunftsmusik mehr. Die Technologie ist reif und wird bereits vielerorts im Alltag eingesetzt. Saarbrücken darf nicht weiter abwarten, sondern muss jetzt handeln und konkrete Strecken festlegen“, erklären die Fraktionsvorsitzenden Karin Burkart und José Ignacio Rodriguez Maicas.
Autonome Shuttles bieten insbesondere für die äußeren Stadtteile große Chancen. Sie könnten die sogenannte letzte Meile schließen und den Umstieg auf Bus und Bahn deutlich attraktiver machen. Burkart und Rodriguez Maicas: „Gerade in den Außenbezirken sind viele Menschen auf das Auto angewiesen, weil die Anbindung an den öffentlichen Verkehr nicht immer optimal ist. Selbstfahrende Shuttles können Wohngebiete flexibel mit Bahnhöfen, Saarbahn-Haltestellen und wichtigen Umsteigepunkten verbinden. Das ist ein echter Gewinn für Mobilität und Verkehrswende.“
Die Grünen verweisen darauf, dass mit der HTW Saar in Saarbrücken bereits umfangreiches Know-how im Bereich automatisierter und vernetzter Mobilität vorhanden ist. Burkart und Rodriguez Maicas: „Die HTW verfügt über große Expertise in diesem Bereich. Forschung und Wissen sind direkt vor Ort vorhanden. Jetzt muss die Umsetzung in die Praxis folgen. Die Zusammenarbeit zwischen Hochschule, Saarbahn, Stadt und Land bietet dafür eine starke Grundlage.“
Dass autonome Shuttleverkehre inzwischen auch in anderen Kommunen des Saarlandes – darunter St. Ingbert – konkret diskutiert werden, zeige, dass die Technologie zunehmend alltagstauglich werde. „Saarbrücken sollte nicht abwarten, bis andere Städte vorangehen. Als Landeshauptstadt müssen wir den Anspruch haben, neue Mobilitätsformen aktiv umzusetzen und zu gestalten“, so Burkart und Rodriguez Maicas weiter.
„Wenn wir mehr Menschen für Bus und Bahn gewinnen wollen, müssen wir die Wege zur Haltestelle einfacher machen. Autonome Shuttles sind dafür ein zentraler Baustein“, erklären Burkart und Rodriguez Maicas abschließend.
