Sehbehindertentag: Grüne begrüßen Umsetzung kontrastreicher Poller in Saarbrücken

Anlässlich des bundesweiten Sehbehindertentages am 6. Juni begrüßen die Grünen im Stadtrat Saarbrücken, dass die Stadtverwaltung eine langjährige Forderung der Grünen-Fraktion und des Behindertenbeirats aufgreift und künftig Poller im öffentlichen Raum kontrastreich markieren wird. Die Fraktion erwartet nun eine zügige und sukzessive Umsetzung der jetzt vom Verkehrsausschuss beschlossenen Maßnahmen, insbesondere in stark frequentierten Bereichen der Innenstadt.

„Barrierefreiheit im Alltag darf nicht optional sein, sondern muss selbstverständlich mitgedacht werden. Deshalb begrüßen wir ausdrücklich, dass die Verwaltung gemeinsam mit dem Behindertenbeirat nun eine praktikable Lösung entwickelt hat, um Poller für sehbehinderte Menschen besser sichtbar zu machen. Das ist ein wichtiger Beitrag zu mehr Sicherheit und Teilhabe im öffentlichen Raum”, erklären der Fraktionsvorsitzende, José Ignacio Rodriguez Maicas, und der sozialpolitische Sprecher, Thomas Brass.

Die Verwaltung hat nach intensiven Beratungen verschiedene Markierungsvarianten getestet und sich schließlich für eine kontrastreiche Kennzeichnung mit weißen, retroreflektierenden Folien entschieden. Die Umsetzung soll schrittweise erfolgen und zunächst in Bereichen mit hoher Fußgängerfrequenz beginnen – insbesondere rund um den St. Johanner Markt und die Bahnhofstraße.

Damit wird eine langjährige Forderung der Grünen umgesetzt. „Gerade die anthrazitfarbenen Poller am St. Johanner Markt sind für viele sehbehinderte und ältere Menschen schwer erkennbar. Sie stellen ein vermeidbares Unfallrisiko dar. Umso erfreulicher ist es, dass unsere Forderung nach einer kontrastreichen Gestaltung nun aufgegriffen wird. Die beschlossene Lösung verbessert die Sichtbarkeit deutlich, ohne das Stadtbild zu beeinträchtigen“, ergänzen Rodriguez Maicas und Brass.

Aus Sicht der Grünen darf die Maßnahme jedoch nur ein erster Schritt sein. „Die UN-Behindertenrechtskonvention verpflichtet uns, allen Menschen eine gleichberechtigte Teilhabe am öffentlichen Leben zu ermöglichen. Dazu gehören barrierefreie Haltestellen, Blindenleitsysteme und sichere Wege ebenso wie gut erkennbare Poller. Wir erwarten deshalb, dass die Stadt die beschlossene Umrüstung konsequent und kontinuierlich vorantreibt und dabei weiterhin eng mit den Behindertenverbänden zusammenarbeitet“, so Rodriguez Maicas und Brass abschließend.

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