Kita-Mangel endlich beheben!

Ein Beitrag von Heiner Engelhardt

In Saarbrücken verschärft sich der Mangel an Kita- und Krippenplätzen. Deutlich wird dies am Beispiel der geplanten Kita in der Preußenstraße. Dieses Projekt soll einen wichtigen Beitrag leisten, um den steigenden Bedarf an Betreuungsplätzen zu decken. Doch beim Bau kommt es immer wieder zu Verzögerungen. Nach aktuellem Stand rechnet die Verwaltung frühestens 2027 mit einem Baubeginn, anschließend ist eine Bauzeit von mindestens zwei Jahren vorgesehen.

Damit bleiben die dringend benötigten 122 neuen Betreuungsplätze auf absehbare Zeit aus. Das ist nicht hinnehmbar. Familien brauchen verlässliche und ausreichend vorhandene Betreuungsangebote, um Beruf und Alltag überhaupt organisieren zu können. Jeder weitere Aufschub verschärft die ohnehin angespannte Situation in den Einrichtungen und erhöht den Druck auf Eltern, Träger:innen und Personal. Der Blick über Saarbrücken hinaus zeigt, dass es anders geht: Während hier Projekte verschoben werden, konnten in anderen Kommunen bereits große neue Einrichtungen eröffnet werden, die Entlastung bringen. Umso unverständlicher ist es, dass in Saarbrücken zentrale Vorhaben nicht vorangetrieben werden.

Wir erwarten eine klare Prioritätensetzung für den Ausbau der frühkindlichen Bildung. Dazu gehören deutlich beschleunigte Planungs- und Genehmigungsverfahren, ein verbindlicher und realistischer Zeitplan für die Kita Preußenstraße sowie Übergangslösungen, um Engpässe abzufedern. Und es braucht eine Gesamtstrategie, die den tatsächlichen Bedarf an Betreuungsplätzen in den Mittelpunkt stellt.