Mehr Raum für unseren Urwald

Wer den Urwald vor den Toren der Stadt betritt, spürt, warum dieses Gebiet besonders ist: Hier wird Wildnis mitten in unserer Region erlebbar. Für uns ist dieser Wald nicht nur ein Naturprojekt, sondern ein Schlüssel für Klimaresilienz, Artenschutz, Umweltbildung und wohnortnahe Erholung. Gerade in einer wachsenden Stadt brauchen wir solche Räume dringender denn je. Schon seit Längerem laufen Gespräche über eine Weiterentwicklung der Urwaldfläche. Eine Erweiterung würde wertvolle Lebensräume dauerhaft schützen, die ökologische Stabilität des Saarkohlenwaldes stärken und zugleich helfen, Nutzung und Schutz besser in Einklang zu bringen.

Für uns ist klar: Wo es möglich ist, müssen wir Wildnis wachsen lassen. Auch ist uns wichtig, dieses Projekt auch im Alltag sichtbarer zu machen. Deshalb haben wir uns früh dafür eingesetzt, die Saarbahnhaltestelle bei Heinrichshaus nach dem Urwald zu benennen. Damit würde seine Bedeutung stärker ins öffentliche Bewusstsein rücken und seine Rolle für Natur, Bildung und Tourismus unterstrichen. Wir werden uns weiter mit Nachdruck dafür einsetzen, den Urwald nicht nur zu sichern, sondern behutsam weiterzuentwickeln und seine Fläche möglichst zu vergrößern – für den Schutz unserer Natur, für das Stadtklima und für die Menschen in Saarbrücken.

Gerade weil unsere Stadt wächst und Flächenkonflikte zunehmen, halten wir es für entscheidend, frühzeitig die richtigen Weichen zu stellen. Jeder Hektar zusätzlicher Wald stärkt das Stadtklima, bindet CO₂, schützt Arten und verbessert die Lebensqualität.

José Ignacio Rodriguez Maicas