Grüne begrüßen Tempolimit auf der A620 – Forderung nach dauerhafter Ausweitung auf dem gesamten Streckenabschnitt zwischen Güdingen und Gersweiler

Die Einführung des Tempolimits von 60 km/h auf der A620 zwischen der Bismarckbrücke und der Anschlussstelle Gersweiler ist aus Sicht Grünen Stadtratsfraktion Saarbrücken ein überfälliger Schritt zur Erhöhung der Verkehrssicherheit. Damit wird  eine jahrelange Forderung der Grünen nach mehr Sicherheit und Lärmschutz auf diesem Streckenabschnitt umgesetzt. Die Stadtratsfraktion begrüßt die Entscheidung der Unfallkommission des Saarlandes, fordert jedoch eine dauerhafte Ausweitung des Tempolimits auf den gesamten Abschnitt zwischen Güdingen und Gersweiler – nicht nur aus Gründen der Unfallprävention, sondern auch zum Schutz der Anwohner:innen vor Lärmbelastung.

„Das Tempolimit ist ein wichtiger erster Schritt, doch es darf nicht bei einer einjährigen Testphase bleiben“, erklärt José Ignacio Rodriguez Maicas, Fraktionsvorsitzender und verkehrspolitischer Sprecher der Stadtratsfraktion: „Die A620 ist eine der meistbefahrenen Strecken im Saarland mit entsprechend hohen Unfallzahlen und massiven Lärmemissionen für die angrenzenden Wohngebiete. Ein durchgängiges Tempolimit von Güdingen bis Gersweiler würde nicht nur die Sicherheit erhöhen, sondern auch die Lebensqualität der Menschen entlang der Autobahn nachhaltig verbessern. Wir brauchen hier keine Experimentierphase, sondern eine dauerhafte Lösung.“

Unfallstatistiken der Jahre 2022 bis 2024 belegen ein erhöhtes Risiko auf dem betroffenen Streckenabschnitt, das durch die Geschwindigkeitsbegrenzung nun reduziert werden soll. Gleichzeitig verweist die Stadtratsfraktion auf Studien, die zeigen, dass bereits eine Geschwindigkeitsreduzierung um 10 km/h den Lärmpegel um bis zu drei Dezibel senken kann – ein spürbarer Unterschied für die betroffenen Anwohner:innen und Kommunen.

Die Grünen fordern die Landesregierung und die Autobahn GmbH auf, die Evaluierungsphase zu nutzen, um das Tempolimit nicht nur zu bestätigen, sondern konsequent auf den gesamten kritischen Abschnitt auszuweiten. „Verkehrssicherheit und Lärmschutz sind keine Themen, bei denen wir uns mit halben Lösungen oder Kompromissen zufriedengeben dürfen. Es geht hier um den Schutz von Menschenleben und die Gesundheit der Anwohner:innen, die täglich unter den Folgen des dichten Verkehrsaufkommens leiden. Deshalb fordern wir die verantwortlichen Stellen auf, die Evaluierungsphase nicht nur als formale Prüfung zu betrachten, sondern als Chance, endlich konsequent zu handeln und das Tempolimit auf dem gesamten kritischen Abschnitt dauerhaft umzusetzen. Nur so können wir sicherstellen, dass die A620 nicht länger eine Belastung, sondern ein sicheres und lebenswertes Umfeld für alle darstellt“, unterstreicht Rodriguez Maicas.