Im Zuge der Planungen für den neuen Fahrradparkturm am Saarbrücker Hauptbahnhof setzt sich die Grüne Stadtratsfraktion für eine ökologische Aufwertung des Umfelds ein. Die Fraktion hat einen Antrag eingebracht, der die Entsiegelung der Fläche unterhalb des Baumhains vorsieht – als Ausgleichsmaßnahme für die im Rahmen des Projekts notwendigen Baumfällungen. Die Verwaltung solle prüfen, welche Möglichkeiten zur Entsiegelung bestehen, und hierzu Gespräche mit der Deutschen Bahn aufnehmen, auf deren Gelände sich die Fläche befindet.
„Wenn wir mit dem Fahrradparkturm ein neues Stück nachhaltiger Mobilität schaffen, sollten wir zugleich die Natur stärken und nicht schwächen. Die Entsiegelung unterhalb des Baumhains wäre ein sinnvoller Ausgleich und würde den Bahnhofsvorplatz insgesamt grüner, kühler und einladender machen, etwa durch das Anlegen von mobilem Grün”, erklären die Fraktionsvorsitzende, Claudia Schmelzer, und der verkehrspolitische Sprecher, José Ignacio Rodriguez Maicas.
„Wir wollen Mobilitätswende und Klimaschutz zusammendenken. Wo wir neue Infrastruktur schaffen, sollten wir gleichzeitig Flächen entsiegeln und ökologisch aufwerten. Das ist gelebte Nachhaltigkeit direkt vor unserer Bahnhofskulisse“, so Schmelzer und Rodriguez Maicas.
Die Grünen verweisen darauf, dass Entsiegelungen in hochversiegelten Innenstadtlagen das Mikroklima verbessern, zumal von versiegelten Flächen – wie Asphalt – im Sommer eine große Hitze ausgeht. Eine ökologische Aufwertung des Bereichs unterhalb des Baumhains würde daher nicht nur einen Ausgleich für den Eingriff durch den Fahrradparkturm schaffen, sondern auch einen sichtbaren Beitrag zur Klimaanpassung in Saarbrücken leisten.
„Mit dieser Maßnahme könnten wir zeigen, dass städtebauliche Entwicklung und Umweltschutz keine Gegensätze sind, sondern sich ideal ergänzen“, so Schmelzer und Rodriguez Maicas abschließend.