Grüne fordern Umsetzung zentraler Radverkehrsprojekte in Saarbrücken

Nach der Aussage von Verkehrsministerin Petra Berg, den Radverkehr im Saarland massiv auszubauen, und aufgrund der Möglichkeit einer 90-prozentigen Bundesförderung fordert die Grüne Stadtratsfraktion Saarbrücken die Landeshauptstadt auf, längst überfällige Radverbindungen in die Umsetzung zu bringen. Der geplante Radschnellweg am Meerwiesertalweg sowie die Verbindungen vom Römerkastell über die Kaiserslauterer Straße und von der Innenstadt über die Scheidter Straße (inklusive Anbindung an das Totobad) in Richtung Waldhaus müssen nach Auffassung der Grünen dabei höchste Priorität erhalten.

„Die klare Ansage von Ministerin Berg war ein wichtiges Signal. Aber es reicht nicht, dass das Land bereit ist zu investieren: Auch die Stadt muss jetzt endlich handeln. Wir brauchen mehr sichere, durchgehende und alltagstaugliche Radverbindungen in unserer Landeshauptstadt“, erklärt der verkehrspolitische Sprecher, José Ignacio Rodriguez Maicas.

Besonders der Bau eines Radschnellwegs am Meerwiesertalweg müsse nun ohne weitere Verzögerungen vorangetrieben werden. „Dieser Radschnellweg ist eines der wichtigsten Mobilitätsprojekte der gesamten Region. Er verbindet Universität, Wohngebiete und Innenstadt schnell, sicher und klimafreundlich. Wenn hier weiter Zeit verloren geht, verspielen wir eine enorme Chance, tausende Alltagsfahrten vom Auto aufs Rad zu verlagern“, so Rodriguez Maicas weiter.

Ebenso dringlich sei der Bau der durchgehenden Verbindung vom Römerkastell über die Kaiserslauterer Straße bis zum Waldhaus sowie der Achse von der Innenstadt über die Scheidter Straße Richtung Waldhaus. Rodriguez Maicas: „Diese Achsen sind für den täglichen Verkehr zentral. Es wäre angesichts in Aussicht gestellter 90-prozentiger Bundesförderung fatal, den Ausbau des Alltagsradverkehrs an zentralen Stellen weiter auf die lange Bank zu schieben. Der neue Radverkehrsplan des Landes zeigt die Richtung, aber gebaut wird vor Ort. Saarbrücken darf jetzt nicht wieder auf Zeit spielen. Wir brauchen keine Ankündigungen, sondern sichtbare Ergebnisse auf den Straßen.“