Grüne: Becolin-Gelände endlich neu beleben! 

Die Grüne Stadtratsfraktion Saarbrücken ruft dazu auf, das seit langem brachliegende Grundstück zwischen Mainzer Straße und Lyonerring endlich zu nutzen. Dabei greift die Fraktion die Grundidee des Architektenwettbewerbs von 2018 auf und will sie für heutige Ansprüche modernisieren. Auf rund zweieinhalb Hektar Fläche soll ein modernes Stadtquartier entstehen, das Wohnen, Arbeiten und Freizeit miteinander verbindet.

„Wir sehen das Becolin‑Gelände als Chance für ein lebendiges Viertel im Herzen von Saarbrücken. Moderne, bezahlbare Wohnungen sollen Familien, Singles und ältere Menschen gleichermaßen ansprechen. Gleichzeitig schaffen wir Platz für kleine Unternehmen, Start‑Ups und Dienstleister, die von kurzen Wegen und direkter Nachbarschaft profitieren”, erklären die Fraktionsvorsitzende, Claudia Schmelzer, und der stellv. baupolitische Sprecher, José Ignacio Rodriguez Maicas.

Für die Grünen steht bei der Entwicklung Nachhaltigkeit im Mittelpunkt: Neben Grünflächen,wollen sie ein Netz sicherer Fahrrad‑ und Fußgängerwege, die das Quartier nahtlos an das bestehende Radverkehrssystem anschließen. Energieeffiziente Bauweisen, Passivhaus‑Standards und die Integration von Solaranlagen auf Dächern und Fassaden sollen den CO₂‑Fußabdruck minimieren.

“Zusätzlich könnte eine Car‑Sharing‑Station eingerichtet werden, um den Autoverkehr zu reduzieren, während begrünte Dächer und Regenwassermanagementsysteme das Stadtklima verbessern und die Versickerung fördern”, so Schmelzer und Rodriguez Maicas weiter.

All diese Elemente würden sich zu einem ganzheitlichen Ansatz verbinden, der nicht nur ökologisch, sondern auch sozial nachhaltig ist.

“Damit hätten wir eine Weiterentwicklung im Saarbrücker Osten, bei der sowohl Umweltbewusstsein und Lebensqualität als auch Arbeitsplätze und Gewerbe Hand in Hand gehen. Wir wollen dieses zentrale Stück Stadt nicht länger brach liegen lassen. Mit einer zeitgemäßen Quartiersplanung holen wir wertvollen Lebensraum zurück, schaffen neue Arbeitsplätze und bieten modernen Wohnraum“, erklären Claudia Schmelzer und José Ignacio Rodriguez Maicas.

Die Fraktion plant, die Umsetzung des Projekts künftig mit Initiativen im Rat aktiv voranzubringen. Durch die Weiterführung des Bebauungsplansverfahrens sollen dabei die rechtlichen Voraussetzungen geschaffen werden, um potenziellen Interessenten gute Rahmenbedingungen zu bieten. 

Eckdaten:

  • Der bisher gültige Bebauungsplan „Gewerbegebiet Ostspange“ stammt aus dem Jahr 1995 und entspricht nicht mehr den aktuellen städtebaulichen Zielsetzungen.
  •  Im Jahr 2018 wurde ein neues Verfahren für das Bebauungsplan‑Verfahren „Ehemaliges Becolin‑Areal“ eingeleitet.
  • Der Plan wurde im Jahr 2021 aktualisiert und das Konzept dahingehend erweitert, dass neben Gewerbe‑ und Dienstleistungsnutzungen künftig auch Wohnnutzung zulässig sein soll.
  • Das aktuelle Bebauungsplan‑Verfahren „Halberger Tor“ wird aufgehoben, wodurch die Möglichkeit entsteht, das Verfahren für das Becolin‑Areal gezielt voranzutreiben.