Lärmschutz: Grüne fordern durchgehendes Tempo 60 auf der A 620 zwischen Gersweiler Brücke und Güdingen

Die Grünen im Saarbrücker Stadtrat begrüßen den Abschluss der Bauarbeiten an der neuen Lärmschutzwand am Staden, sehen darin jedoch nur einen ersten Schritt auf dem Weg zu einer echten Entlastung der Anwohner:innen und Besucher:innen. Aus Sicht der Fraktion braucht es zusätzlich ein durchgehendes Tempolimit von 60 km/h auf der A 620 zwischen Gersweiler Brücke und der Anschlussstelle Güdingen.

„Die Installation der Diffraktoren ist eine wichtige Maßnahme im Sinne des Lärmschutzes, die wir ausdrücklich begrüßen. Doch klar ist: Der Verkehrslärm bleibt für viele Anwohner:innen und Besucher:innen weiterhin eine erhebliche Belastung. Ohne ein konsequentes Tempolimit wird sich daran nur wenig ändern“, erklärt der verkehrspolitische Sprecher, José Ignacio Rodriguez Maicas.

Gerade im Bereich des Stadens sei die Stadtautobahn ein massives Ärgernis, so Rodriguez Maicas weiter: „Die Menschen möchten sich dort erholen, Kinder spielen hier, Familien treffen sich. Dauerhafter Verkehrslärm vermindert die Aufenthaltsqualität deutlich. Tempo 60 in beiden Fahrtrichtungen würde die Lärmbelastung unmittelbar senken – und zugleich für mehr Verkehrssicherheit sorgen“, so Rodriguez Maicas weiter.

Die Grünen verweisen darauf, dass Lärmschutz weit mehr umfassen müsse als punktuelle Maßnahmen. Dazu gehöre die Ausweitung von weiteren Tempo-30-Bereichen in allen Stadtbezirken, insbesondere an Kitas, Schulen und anderen sensiblen Einrichtungen. „Ebenso muss die Verwaltung weiter mit Nachdruck auf die Umsetzung der geplanten Lkw-Durchfahrtsverbotszonen hinwirken, damit Wohngebiete endlich vom Schwerlastverkehr entlastet werden. Hinzu kämen weitere notwendige Schritte entlang der Stadtautobahn, wie die Erneuerung von Lärmschutzwänden östlich der Bismarckbrücke oder der perspektivische Einsatz von Flüsterasphalt“, so Rodriguez Maicas abschließend.