„Crack ist auf dem Vormarsch“ – so titelten zuletzt mehrere Medien mit Blick auf Saarbrücken und andere Städte. Berichtet wird von einem Anstieg des Crack-Konsums vor allem in der Innenstadt. Die Droge wirkt schnell, intensiv und zerstörerisch. Sie verändert Verhalten, isoliert Menschen sozial, schädigt Körper und Psyche. Diese Entwicklung sorgt für Verunsicherung, zeigt aber: Es braucht wirksame, erreichbare Hilfe für die Menschen, die davon betroffen sind.
Und diese gibt es. Ein zentrales Hilfsangebot etwa bietet das Drogenhilfezentrum in der Brauerstraße. Dort finden suchtkranke Menschen täglich einen geschützten Raum, um zu essen, zu duschen, ihre Wäsche zu waschen, medizinische Versorgung zu erhalten und sich beraten zu lassen. Die Angebote sind anonym, kostenlos und niedrigschwellig. Ergänzend dazu bieten Streetwork-Teams persönliche Begleitung direkt vor Ort, um Hilfe dort anzubieten, wo sie am dringendsten gebraucht wird. Zudem unterstützt die Diakonie Saarbrücken Menschen mit Suchterkrankungen mit Beratungsstellen und betreuten Wohnformen. Auch die Suchthilfe der Caritas und das Gesundheitsamt stehen als Ansprechpartner:innen zur Verfügung.
Wir setzen uns für eine Stärkung und einen Ausbau dieser Angebote ein – insbesondere für einen zweiten Konsumraum im Drogenhilfezentrum, explizit für Frauen. Wir ermutigen alle, die selbst betroffen sind oder jemanden kennen, der Hilfe braucht: Nutzen Sie diese Angebote! Wir stehen zu diesen Einrichtungen und werden sie weiterhin mit allen finanziellen Mitteln unterstützen.

Jeanne Dillschneider