Digitales Leerstandsmanagement für Saarbrücken: Stadtratskoalition begrüßt Umsetzung

Die Folgen der anhaltenden Corona-Pandemie und die Popularität des Onlinehandels stellen auch die Saarbrücker Innenstadt vor große Herausforderungen. In ihren Bemühungen für ein lebenswertes und attraktives Saarbrücken begrüßt die Koalition aus CDU, Grünen und FDP daher die Pläne der Landeshauptstadt Saarbrücken, Immobilieneigentümerinnen und -eigentümer sowie Investorinnen und Investoren in einer digitalen Plattform besser zu vernetzen.  

“Im Kampf gegen die Versiegelung weiterer Grünflächen und die zunehmende Verödung der Saarbrücker Innenstadt haben wir uns bereits im Koalitionsvertrag für eine Stärkung des Wirtschaftsstandortes Saarbrücken und die Einrichtung eines digitalen Leerstandsmanagements ausgesprochen und darüber hinaus eine Einbeziehung der Stadtteil- und Quartierszentren gefordert. Wir wollen Leerstand durch ein aktives Management als Chance zur Gestaltung nutzen! Deshalb begrüßen wir die jetzigen Bemühungen der Landeshauptstadt, Immobilieneigentümerinnen und -eigentümer, Investorinnen und Investoren besser zu vernetzen.

Das IFH Köln erarbeitet mit der Landeshauptstadt Saarbrücken, Karlsruhe und 12 weiteren Städten im Rahmen des Modellprojektes “Digitales Leerstands- und Ansiedlungsmanagement an Handelsstandorten in Stadtlaborverprobung” eine digitale Plattform für ein proaktives Ansiedlungsmanagement in Innenstädten zur Vitalisierung von Stadtzentren. Da das mit insgesamt 11,9 Mio. Euro vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz geförderte Projekt deutschlandweit beworben wird, wird die Landeshauptstadt Saarbrücken über das Saarland hinaus eine Vorreiterrolle einnehmen”, erklären Jeanne Dillschneider und Claudia Schmelzer, Fraktionsvorsitzende der Grünen Stadtratsfraktion. 

“Das Team um den Dezernenten für Wirtschaft, Digitales und Soziales, Tobias Raab (FDP), arbeitet bereits an der Einführung der Plattform und entwickelt mit den Projektpartnern bis Ende des Jahres technische Lösungen zur Erfassung der vorhandenen Leerstände und gemeinsame Standards für den Dialog mit der Immobilienwirtschaft. Mithilfe einer digitalen Plattform werden die Leerstände dann nicht nur digital verwaltet, darüber hinaus werden sich Immobilienbesitzerinnen- und besitzer, Händlerinnen und Händler, Gastronominnen und Gastronomen mit ihrer Hilfe auch besser vernetzen können”, so der Fraktionsvorsitzende der FDP im Stadtrat, Dr. Helmut Isringhaus.

“Insbesondere vor dem Hintergrund der strukturellen Umbrüche im Handel, die durch die Corona-Pandemie beschleunigt werden, ist die Realisierung eines digitalen Leerstandsmanagements für die Landeshauptstadt Saarbrücken von hoher Bedeutung. Aus diesem Grund begrüßen wir die weiteren Maßnahmen, die die Landeshauptstadt Saarbrücken nun zur Umsetzung des Leerstands- und Ansiedlungsmanagements ergreift. So werden in einem nächsten Schritt gezielt Gespräche mit Eigentümerinnen und Eigentümern leerstehender Immobilien und mit interessierten Investorinnen und Investoren geführt”, ergänzt der baupolitische Sprecher der CDU-Stadtratsfraktion, Hermann Hoffmann.

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