17.01.2018 | Grubenwasseranstieg: Saarbrücker Verwaltung gibt negative Stellungnahme ab

Saarbrücken, 17.01.2018. Die Landeshauptstadt hat im Rahmen der Anhörung zum Grubenwasseranstieg eine negative Stellungnahmen abgegeben. Auf Antrag der Stadtratsfraktion von Bündnis 90 / Die Grünen hatte der Stadtrat im Dezember einstimmig die Verwaltung damit beauftragt. Damit reiht sich Saarbrücken in die Gruppe der Kommunen ein, die den Anstieg des Grubenwassers auf -320 m als Gefährdung für Mensch und Umwelt einschätzen.
Hierzu erklärt Fraktionsvorsitzender Torsten Reif:
“Es war uns klar, dass es ein langer Weg sein wird. Und wir sind noch lange nicht am Ziel. Diese negative Stellungnahme setzt aber auch ein Zeichen in der Debatte um den Grubenwasseranstieg. Wir Grüne leisten schon lange Widerstand gegen die Pläne der RAG. Erst auf Drängen unserer damaligen Landtagsfraktion wurde von Landesseite das Gutachten bei Prof. Dr. rer. nat. J. Wagner in Auftrag gegeben. Mittlerweile liegt es vor und die Ergebnisse des unabhängigen Gutachtens sind bekanntlich mehr als Besorgnis erregend. Folgerichtig haben wir die Verwaltung mit unserem Antrag, der einstimmig im letzten Stadtrat angenommen wurde, aufgefordert, eine ablehnende Stellungnahme zu den Absichten der RAG abzugeben. Saarbrücken hat als Landeshauptstadt eine gewisse Vorbild- und Vorreiterfunktion im Saarland. Deshalb ist es für uns so wichtig gewesen, dass die Verwaltung diese negative Stellungnahme einreicht. Jetzt können wir Licht am Ende des Tunnels erkennen, denn unsere Hinweise auf die Gefahren für Mensch und Umwelt finden sich auch in der Stellungnahme der Landeshauptstadt wieder. Offensichtlich kommen unsere Argumente nun in der Öffentlichkeit an. Wir alle müssen jetzt gemeinsam und parteiübergreifend darauf hinwirken, dass die Landesregierung die RAG verpflichtet, das Grubenwasser, wie vertraglich vereinbart, ewig abzupumpen, um die derzeitige hohe Qualität unseres Trinkwassers auch für zukünftige Generationen zu erhalten. ”

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